Orchestra | Von Stefan Kollmann

20 Tipps für eine bessere Präsentation von Konzertmärschen

Märsche
Foto: One – stock.adobe.com

“Marches are Music!” heißt es in dem Buch “Teaching Music through Performing Marches” von Carl Chevallard (Dirigent der USAF Band of the Rockies), eine These, die ich nur unterstreichen möchte. Marschmusik ist sicherlich eines der vielfältigsten Genres der Bläsermusik – es gibt sie für fast jeden Anlass –, aber mittlerweile eventuell auch einer der am meisten vernachlässigten Bereiche. Dabei ist die Konzertmarsch-Musik so unendlich abwechslungsreich, bietet starke Kontraste und ist beim allgemeinen Publikum immer noch sehr beliebt. Zudem sind viele Märsche durchdrungen von so viel schöner Musik, sodass man tatsächlich ausrufen könnte “Marches are Music!”

Die nachfolgenden Tipps, vorwiegend für Dirigenten, sollen helfen, die umfang­reichen Anforderungen an eine gute Präsen­tation von Märschen besser zu erkennen und auch in der Praxis optimal und effizient umzusetzen. Dabei sollte man allerdings die auch bei Märschen wichtigen Parameter wie Inter­pretation, Stilistik, Artikulation, Akustik, Instrumentation usw. intensiv beachten und möglichst künstlerisch anspruchsvoll umsetzen.

Interpretation

1. Verschaffen Sie sich Hintergrundinfos zu den jeweiligen Märschen. Erarbeiten Sie die Partitur sehr ernsthaft und gründlich. Erforschen Sie zum Beispiel folgende Bereiche: 

  • Komponist 
  • Komposition bzw. historische Hintergründe und Perspektive
  • Technische und stilistische Überlegungen
  • Musikalische Elemente: Melodie, Harmonie, Rhythmus, besondere Klangfarben etc. 
  • Umfangreiche Analyse in Form und Struktur (Taktabschnitte)

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