Orchestra, Praxis | Von Stephan Sperlich

Blasmusiklust – und -frust – Motivation und Nachwuchsarbeit in (traditionellen) nordwestdeutschen Freizeitblasorchestern

Im zweiten Teil dieser wissenschaftlichen Bestandsaufnahme geht es in erster Linie um die musikalischen Aspekte des Vereinslebens: • Instrumentenwahl nach dem Image des Instruments, nach persönlichen Neigungen oder nach Notwendigkeit innerhalb der Kapelle • Vor- und Nachteile der Mehrfachbesetzung einer Stimme • Qualifikation der Dirigenten

Die Instrumentenwahl bei FB wird häufig nur mittelbar durch Vorliebe für die musikalischen Eigenschaften eines bestimmten Instrumentes geleitet. Außermusikalische Einflüsse sind häufig dominant: • traditionelle Geschlechtsspezifika (»Holzblasinstrumente sind Frauensache«)22 • Alter und Physis (eine »ausgewachsene« Tuba ist kein Anfängerinstrument für eine/n Zehnjährige/n)23 • Prestigegewinnsüchte24 (Modeinstrumente wie zum Beispiel Saxofon)25 • soziale Motivationsaspekte (Alter und Geschlecht der Registermitglieder) • familiäre Vorbestimmung (der Sprössling bekommt die Trompete des Großvaters, der aus Altersgründen auf das Tenorhorn gewechselt ist).

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