Der Internationale Aeolus Bläserwettbewerb stand 2026 im Zeichen von Posaune, Trompete und Tuba. Mit 78 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 30 Ländern erreichte er eine der höchsten Beteiligungen seiner Geschichte.
In der hochkarätigen Jury waren international renommierte Musikerinnen und Musiker vertreten, darunter Florian Csizmadia (Philharmonisches Orchester Vorpommern), Ian Leslie Bousfield (Hochschule der Künste Bern), Mireia Farrés Bosch (Royal Barcelona Symphony Orchestra) sowie Prof. Thomas Leander, Rektor der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.
Den Höhepunkt des Wettbewerbs bildete das Preisträgerkonzert in der Tonhalle Düsseldorf mit den Düsseldorfer Symphonikern. Das Konzert unter der Leitung des mehrfach ausgezeichneten kanadisch-amerikanischen Nachwuchsdirigenten Kyrian Friedenberg wurde zugleich als Finalrunde gewertet. Der erst 15-jährige Ben Stümke präsentierte das Konzert f-Moll für Trompete und Orchester von Oskar Böhme. Sophie Bright interpretierte das Concerto Es-Dur op. 4 von Ferdinand David, während Byoungho Kang das Tuba Concerto von Ralph Vaughan Williams zu Gehör brachte. Ben Stümke überzeugte dabei gleich dreifach: Neben dem 1. Preis erhielt er den Sonderpreis für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik sowie den Publikumspreis.
Die Deutschlandfunk-Moderatorin Maja Ellmenreich moderierte kenntnisreich das Finale in langjähriger Tradition. Das Konzert wird vom Deutschlandfunk aufgezeichnet und am 20. September 2026 um 21.05 Uhr als „Konzertdokument der Woche“ ausgestrahlt.
Die Preisträger
- 1. Preis: Ben Stümke (20.000 Euro)
- 2. Preis: Sophie Bright (15.000 Euro)
- 3. Preis: Byoungho Kang (10.000 Euro)
- Sonderpreis für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik: Ben Stümke (7.000 Euro)
- Publikumspreis: Ben Stümke (2.000 Euro)
Ben Stümke, *18. Februar 2011
Der erst 15-jährige Ben Stümke studiert Trompete bei Prof. Laura Vukobratović als Jungstudierender der Folkwang Universität der Künste, er erhält außerdem Unterricht bei Simon Bales vom Sinfonieorchester Aachen. Er gewann bei nationalen und internationalen Wettbewerben 1. Preise, u.a. beim „Bundeswettbewerb Jugend Musiziert“ 2024 und 2025 und trat als Solist mit verschiedenen Orchestern auf, unter anderem mit dem WDR Funkhausorchester, dem Sinfonieorchester Aachen, den Bergischen Symphonikern, der Philharmonie Südwestfalen und mit dem Brass-Ensemble „Blechschaden“.
Sophie Bright, *22. Oktober 2004
Die britisch-schweizerische Posaunistin Sophie Bright lebt seit 2007 in der Schweiz. Im Alter von sechs Jahren begann sie, Posaune in einer Jugend-Bigband zu spielen. Seit ihrem zwölften Lebensjahr nahm sie an klassischen Solo-Wettbewerben teil. Sie gewann 2025 den „John Solomon Brass Prize“ sowie den „Lions European Music Competition Thomas Kuti“ 2023. Beim „17. Aeolus-Bläserwettbewerb“ erhielt sie bereits den Sonderpreis für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik. Ihr Bachelorstudium an der Hochschule der Künste Bern schloss sie mit Auszeichnung ab. Derzeit studiert sie im Master an der Royal Academy of Music in London bei Peter Moore, Matt Gee und Ian Bousfield.
Byoungho Kang, *8. Mai 2003
Der südkoreanische Musiker studiert an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Jens Bjørn-Larsen. Beim „61. Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen“ 2026 gewann er den 3. Preis, beim „Jeju International Wind & Percussion Competition“ 2020 den 2. Preis. Regelmäßig tritt er als Aushilfe in renommierten Orchestern und Opernhäusern auf, unter anderem in der Deutschen Oper Berlin, dem Philharmonischen Orchester Bremerhaven und im Theater für Niedersachsen.

