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Drei Auszeichnungen bei der Conducting Competition in Baden

Drei Auszeichnungen bei der Conducting Competition in Baden
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Die Jury vergibt jeweils einen zweiten Preis an Romain Gili und Luca Belz. Julia Wyser erhält den dritten Preis (v.l.n.r.). Im Hintergrund das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel. (Foto: Rudolf Hug)

Beim Finale der 11. Conducting Competition kürzlich in Baden vergibt die Jury zwei zweite Preis an Luca Belz aus Zollikofen BE und Romain Gili aus Kriens LU. Julia Wyser aus Weinfelden TG erhält einen dritten Preis. Das Finale der Conducting Competition fand im Rahmen des SWISS WINDBAND AWARD Mitte September im Kurtheater Baden statt. Die Finalistin und die beiden Finalisten dirigierten das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel, eine Höchstklasse-Formation aus Schweizer Spitzenmusikerinnen und -musikern, die ihren Dienst in der Militärmusik leisten.

Dirigiertalente im Wettstreit

Das Los bestimmte die Reihenfolge und die Werke: Julia Wyser eröffnete den Final mit «Quadrant des rêves, Poème chorégraphique» von Franco Cesarini. Luca Belz folgte mit Paul Hubers «Vision» in einer Edition von Carlo Balmelli. Den Abschluss machte Romain Gili mit Jean Balissats «Gli Elementi». Für jedes Werk standen den Finalteilnehmenden zuvor 45 Minuten Probenzeit mit dem Symphonischen Blasorchester Schweizer Armeespiel zur Verfügung.

Die Wettbewerbsanforderungen sind enorm hoch, deshalb hat die Jury, bestehend aus Annick Villanueva (F), Chiara Vidoni (I) und Stefan Roth (CH), keinen ersten Preis vergeben. Eine Auszeichnung in diesem Wettbewerb zu erreichen, ist in jedem Fall ein grosser Erfolg – auch wenn es ein zweiter oder ein dritter Preis ist. So zeigt sich die Jurypräsidentin Annick Villanueva denn auch zufrieden mit der 11. Conducting Competition: «Es gibt nur vereinzelt Wettbewerbe solcher Art. Für mich ist das wichtigste, junge Dirigierende zu fördern. Für sie ist diese Möglichkeit sehr wertvoll, hochkarätige Orchester zu leiten und anspruchsvolle Werke aufzuführen.»

Probenarbeit, Dirigiertechnik und Interpretation

Der dreiteilige Wettbewerb stellte die neun Teilnehmenden vor unterschiedliche Herausforderungen. In der Vorrunde probten sie während zwanzig Minuten mit dem WindOrchestra Baden Wettingen eine dem Orchester unbekannte Komposition. Die Jury bewertete dabei vor allem die Probenmethodik. Sechs Dirigiertalente qualifizierten sich für das Halbfinale. Dort standen ihnen fünf Minuten zur Verfügung, um mit der Elite-Formation Brass Band Emmental ein ihnen bekanntes Werk zu proben, das anschließend direkt aufgeführt wurde. Der Fokus lag auf der Dirigiertechnik. Julia Wyser, Luca Belz und Romain Gili qualifizierten sich für das Finale.

Das Los bestimmte in allen Wettbewerbsteilen die Startreihenfolge und die Werke. Deshalb mussten die Teilnehmenden vorgängig sämtliche acht Kompositionen vorbereiten. Alle Wettbewerbsteile waren öffentlich; insbesondere die Vorrunde und der Final stiessen auf grosses Publikumsinteresse.

Uraufführung der Komposition von Théo Rossier

Vor der Preisverleihung präsentierte das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel am Galakonzert unter anderem eine Uraufführung. Unter der Leitung von Gaudens Bieri spielte das Orchester «Ab Uno» des Waadtländer Komponisten Théo Rossier (*2002) erstmals vor Publikum.

Rossier gewann mit seiner Komposition den von der Musikkommission des Schweizer Blasmusikverbands ausgeschriebene Kompositionswettbewerb. Er setzte sich gegen zehn Teilnehmende durch. Der Auftrag lautete, den bedeutenden Schweizer Komponisten Paul Huber, dessen Todestag sich 2026 zum 25. Mal jährt, mit einer neuen Komposition zu ehren.

https://conductingcompetition.ch

Bild und Legende: ConductingCompetition26_Preisvergabe

Die Jury vergibt ex aequo einen zweiten Preis an Romain Gili und Luca Belz. Julia Wyser erhält den dritten Preis (v.l.n.r.). Im Hintergrund das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel.

Copyright: Rudolf Hug

Der Schweizer Blasmusikverband

Mit seinen 29 Mitgliedsverbänden, 1 972 Vereinen und insgesamt 54 000 Mitgliedern ist der Schweizer Blasmusikverband (SBV) der grösste Amateurkulturverband in der Schweiz. Seit 1862 hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Blasmusik zu stärken. Sein Ziel ist es, optimale Rahmenbedingungen für alle Musizierenden zu schaffen, die ein Blasmusikinstrument spielen. Deshalb verbindet der SBV regionale Vereine und Verbände mit politischen Entscheidungsträgern. Er fördert Ausbildungen und bietet Ressourcen an, die die Qualität der Blasmusik steigern, und begeistert junge Menschen, in der Blasmusikszene mitzuwirken.