News | Von Klaus Härtel

Förderprogramm “MusikVorOrt”

Der Bundesmusikverband Chor und Orchester hatte das Förderprogramm “MusikVorOrt” ausgeschrieben. Eine Fachjury hat nun über die eingereichten Anträge beraten und 37 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet für eine Förderung ausgewählt.

Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich die Parteien dazu bekannt, die ländlichen Räume zu stärken. Der Bundesmusikverband Chor und Orchester kann daher nun dank der Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Mittel für die Arbeit von Chören und Orchestern in ländlichen Räumen zur Verfügung stellen. 

Mit dem Programm sollen neu initiierte Projekte zum gemeinsamen Singen und Muszieren in ländlichen Räumen (Gemeinden bis 20000 Einwohnern) in Deutschland gefördert werden. Vorgaben zur Musikrichtung bzw. Genre gab es dabei keine. 

Über 800 eingereichte Anträge – Auswahl von 37 Projekten

Bis zur Antragsfrist am 12. Januar waren beim Bundesmusikverband Chor und Orchester über 800 Anträge aus ganz Deutschland eingereicht worden. Eine Fachjury hat nun über die Anträge beraten und 37 Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet für eine Förderung durch MusikVorOrt ausgewählt. Die Auswahl der geförderten Projekte zeigt eine breite Vielfalt: Neugründungen von Chören oder Ensembles, Festivals, inklusive und interkulturelle Musikprojekte sowie offene Mitmach-Angebote sind gleich-ermaßen vertreten. Diese Modellprojekte werden mit insgesamt 630.000 Euro gefördert; pro einzelnem Projekt beträgt die Förderhöhe bis zu 25.000 euro. Startschuss für den Beginn der Projekte ist der 1. März 2020; Förderende ist der 31. März 2021

BMCO-Präsident Benjamin Strasser, MdB zeigt sich erfreut über die große Resonanz auf das Förderprogramm. Diese beweise ein bemerkenswertes Ideenpotential im Bereich der Amateurmusik und verdeutliche gleichzeitig den hohen Bedarf an finanzieller Unterstützung in den ländlichen Räumen. “Mit MusikVorOrt können wir nun die Umsetzung besonders herausragender musikalischer Projektideen ermöglichen”, so Strasser.

Man wolle damit beispielgebende Ideen realisieren und zur Nachahmung anregen. “Die Amateurmusik”, so Strasser, “ist der wichtigste Träger außerschulischer musikalischer Bildung. Damit können wir das Kulturangebot in ländlichen Räumen stärken und damit auch der Gesell-schaft insgesamt helfen.” Denn Amateurmusizieren bedeute nicht nur musikalische Aktivität und kulturelle Teilhabe: “Gemeinsam singen und musizieren fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist wichtig für das soziale Miteinander.”

Auswertung im Sommer 2021

Die geförderten Projekte werden auf ihre Gelingensbedingungen hin untersucht, um auch die Übertrag-barkeit auf andere Regionen zu gewährleisten. Die Abschlussergebnisse sollen der Öffentlichkeit im Sommer 2021 präsentiert werden. Zwischenberichte aus den Projekten, sowie weitere Informationen werden im Newsletter des Verbands veröffentlicht.