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Johannes Wiedenhofer erhält Fanny Mendelssohn Kompositionspreis

Johannes Wiedenhofer erhält Fanny Mendelssohn Kompositionspreis
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Johannes Wiedenhofer, (Foto: Jürgen Reinsch)

Der Münchner Komponist Johannes Wiedenhofer erhält den Fanny Mendelssohn Kompositionspreis 2026. Das Nachwuchstalent überzeugte die Jury als herausragende Position unter den diesjährigen Bewerbungen. Die Auszeichnung ist verbunden mit einer Auftragskomposition, die zur Preisverleihung am 7. August 2026 im Cage-Haus in Halberstadt uraufgeführt wird.

„Wiedenhofers solitäre Klangwelten lassen das Publikum nicht ratlos zurück, weil sie auf logische, balancierte und subtil verzahnte Verläufe setzen, die – dialektisch konzipiert – Flächiges und Verdichtetes, Konsistentes und Experimentelles, Kontemplatives und Ekstatisches korrespondieren lassen«, erklärt Juryvorsitzender Martin Hoffmeister (Gewandhaus Radio). Er ergänzt: »Auf weiteren Ebenen amalgamieren sie suggestive Tableaus mit aparten Melodielinien, komplexer Rhythmik, koloristischer Varianz und tradierten Idiomen.“

Das Auftragswerk sieht eine Kammermusik für Flöte und Fagott vor, gespielt von Fabian Johannes Egger und Cosima Maria Heilmaier, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden, u. a. als Ensemble beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Fabian Egger ist diesjähriger Preisträger des Fanny Mendelssohn Förderpreises, der am 1. Juli 2026 in Beidendorf verliehen werden wird. Sein vom Fanny Mendelssohn Förderpreis finanziertes und beim Label ES-Dur produziertes  Debutalbum „Leben ist nicht genug“ erscheint im Herbst. Die künstlerische Zusammenarbeit betont die Nähe der Hamburger Auszeichnung zum Fanny Mendelssohn Kompositionspreis.

Die Jury

Neben Martin Hoffmeister (Gewandhaus Radio) als Vorsitzendem besteht das Gremium aus dem Münchner Komponisten und Organisten Mathias Rehfeldt, der Sopranistin Sarah Maria Sun, Ivo Nitschke, Solo-Paukist der Staatskapelle Halle, Komponist und Arrangeur für zeitgenössische Musik, und dem Trompeter und ersten Preisträger des Fanny Mendelssohn Förderpreises Tamás Pálfalvi.

Johannes Wiedenhofer 

(*2005 in München, lebt in Langenbach bei Freising) begann mit neun Jahren zu komponieren, war Schüler von Minas Borboudakis und studiert derzeit Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater München sowie Komposition am Mozarteum Salzburg bei Prof. Johannes Maria Staud. Seine Ensemble-, Orchester- und Solostücke werden von Profimusiker*innen uraufgeführt, u. a. vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Sir Simon Rattle – in Deutschland und international. Sein noch junges Schaffen wurde bereits zahlreich ausgezeichnet, u. a. mit einem Preis des Arnold Schönberg Centers Wien (2023). Johannes Wiedenhofer wurde 2025 in die Musiker*innenförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

https://www.fannyfoerderpreis.com/kompositionspreis