News | Von Klaus Härtel

Militärmusik und Kunstmusik?! Hochkarätig besetztes Symposium im September 2026

Militärmusik und Kunstmusik?! Hochkarätig besetztes Symposium im September 2026
<span class="bsf-rt-reading-time"><span class="bsf-rt-display-label" prefix="Lesezeit ca."></span> <span class="bsf-rt-display-time" reading_time="2"></span> <span class="bsf-rt-display-postfix" postfix="Min."></span></span><!-- .bsf-rt-reading-time -->
In der Waldkaserne in Hilden

Wo verläuft die Grenze zwischen funktionaler Militärmusik und autonomer Kunstmusik? Dieser spannenden Frage widmet sich das Zentrum Militärmusik der Bundeswehr vom 09. bis 11. September 2026 im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums in der Waldkaserne Hilden (Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr). Unter dem Titel „Militärmusik und Kunstmusik?! Eine Betrachtung von Geschichte und Gegenwart im Spiegel der Donaueschinger Kammermusiktage 1926“ beleuchten hochkarätige Referenten ein entscheidendes Aufbruchsjahr der sinfonischen Blasmusik.

Der historische Wendepunkt

Ausgangspunkt der dreitägigen Betrachtung sind die Donaueschinger Kammermusiktage von 1926. Damals wagten Komponisten ein Experiment, das die rein funktionale Blas- und Infanteriemusik hin zu künstlerisch autonomen Originalkompositionen transformierte. Das Symposium spürt diesen Anfängen rein kunstmusikalischer Ambitionen nach und schlägt die Brücke bis in die Gegenwart. Welche Herausforderungen und Entwicklungschancen bieten sich dem Genre heute?

Das Programm: Von Hindemith bis zur Moderne

Die Veranstaltung startet am Mittwochabend, den 09. September, mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Militärmusik und Kunstmusik?! Ambitionen – Reaktionen – Entwicklungen“.

An den folgenden Tagen erwartet die Teilnehmer ein dichtes und international besetztes Vortragsprogramm:

  • Historische Einblicke: Referate beleuchten unter anderem die deutsche Militärmusik in der Kaiserzeit (Jörg Murschinski) , Kapellmeister in der Bodenseeregion sowie den Einfluss auf die westliche Kunstmusik in Japan und Korea (Prof. Dr. Hermann Gottschewsky).
  • Der Fokus 1926: Dr. Luitgard Schader spricht über Paul Hindemiths Beitrag zur Erneuerung der Infanteriemusik, während Prof. em. Dr. Walter Kreyszig die Annäherung an Atonalität und Dodekaphonie bei Krenek, Pepping und Toch analysiert.
  • Praxis & Gegenwart: Der zeitgenössische Komponist Hubert Hoche gibt unter dem Titel „Mein Komponieren“ einen direkten Einblick in seine Werkstatt.

Ein besonderes Highlight verspricht der Donnerstagabend zu werden: Ab 20 Uhr lädt das Musikkorps der Bundeswehr zu einem exklusiven Konzert ein.

Anmeldung und organisatorische Hinweise

Das Symposium richtet sich an Musikwissenschaftler, Dirigenten, Kulturschaffende und interessierte Blasmusik-Liebhaber.

  • Termin: 09.–11. September 2026
  • Ort: Waldkaserne / Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr, Elberfelder Straße 200, 40724 Hilden
  • Teilnahmegebühr: 20,00 €
  • Anmeldeschluss: 14. August 2026
  • Anmeldung & Kontakt: Per E-Mail an zmilmusbw@bundeswehr.org oder telefonisch unter 0228/43320-302