News | Von Rebecca Schmid

Musikpädagogik bietet krisensicheres Standbein

Musikpädagogik

Die aktuelle Ausnahmesituation zeigt, wie Musiker von einem Berufsabschluss in Musikpädagogik profitieren: An Musikschulen oder allgemeinbildenden Schulen unterrichten zu können, bietet ihnen ein weitgehend krisensicheres Standbein.

In Bayern ebnen Berufsfachschulen unterschiedliche Wege in Richtung Musikpädagogik, bereiten zugleich auf ein künstlerisches Studium vor und ermöglichen, die Mittlere Reife zu erwerben. Für die Vollzeitausbildung an seiner staatlich anerkannten Berufsfachschule für Rock, Pop und Jazz wählt der Verein Neue Jazzschool München am 10. und 11.07.2020 neue Talente aus. Anmeldeschluss für die Aufnahmeprüfung ist am 24.06.

Der Weg zur Musikpädagogik

“Wer sich dafür entscheidet, mit Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen, muss natürlich schon eine große Leidenschaft mitbringen. Sonst hält man den unterschiedlichen Herausforderungen nicht stand, die in der Corona-Krise ja wie unter einem Brennglas vergrößert sind. Aber es zeigt sich eben gerade auch, dass eine solide musikpädagogische Ausbildung schon eine Art Sicherheitsnetz sein kann. Das Bayerische Kultusministerium stellt zum Beispiel für das kommende Schuljahr Absolventen von Berufsfachschulen für den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen ein.”, erklärt Franz-David Baumann. Der Münchener Direktor ist selbst Trompeter, Komponist und Arrangeur und damit aktiver Musiker wie alle in seinem Kollegium.

Maximal 18 Schüler bekommen an der Münchner Berufsfachschule für Musik jedes Jahr einen Ausbildungsplatz. In der Eignungsprüfung stellen Bewerber unter Beweis, ob sie ihr Instrument oder ihre Stimme technisch beherrschen und ob sie bereit sind, stilistisch über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Außerdem wird ein musiktheoretisches Fundament in allgemeiner Musiklehre, Harmonielehre, Rhythmik und tonaler Gehörbildung vorausgesetzt und getestet. 30 Wochenstunden absolvieren die zukünftigen staatlich geprüften Ensembleleiter in ihrer zweijährigen Ausbildung und können im Rahmen eines Aufbaujahres eine pädagogische Zusatzprüfung ablegen.

Anders als in den Vorjahren können Bewerber der Münchner Berufsfachschule für Rock, Pop und Jazz im praktischen Eignungstest nur mit einem Playback und nicht mit einer Live-Band vorspielen. Sänger dürfen sich auch selbst mit einem Instrument begleiten. Mehr Informationen zur Ausbildung und Aufnahmeprüfung gibt es auf: www.jazzschool.de/berufsfachschule.