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Woodstock Academy startet im August durch

Woodstock Academy startet im August durch

Das Woodstock-Team startet Ende August in ein neues Abenteuer und setzt eine Idee um, die schon lange in der Schublade schlummert. Die Woodstock Academy geht in ihre erste Runde. Vom 22. bis 29. August findet in der idyllischen Berglandschaft der Kitzbüheler Alpen eine Fortbildungsreise für Musikerinnen und Musiker statt. Namhafte Dozentinnen und Dozenten sollen gemeinsam mit der teilnehmenden Blasmusik-Community für das unvergleichliche Woodstock-Feeling sorgen. Künstlerischer Leiter der Woodstock Academy ist der Klarinettist Matthias Schorn. Wir erreichten ihn via Mobiltelefon und sprachen mit ihm über die Hintergründe und die Vorfreude. 

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Orchestra

“Bacchus On Blue Ridge” von Joseph Horovitz

“Bacchus On Blue Ridge” von Joseph Horovitz

Feld, Wald und Flur sind immer wieder ein Quell der Inspiration, denn Landschaften sind und waren zu allen Zeiten Emotionsstifter. Nicht umsonst sprechen wir gerne von “Traumorten”. Hatten wir bereits in der Ausgabe 6/2021 einen ganz allgemeinen Blick von James Barnes auf die “Appalachen“, so stellen wir dieser Landschaft im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika mit “Bacchus on Blue Ridge” eine Persönlichkeit aus der griechischen Götterwelt fiktiv zur Seite: Bacchus, den Gott des Weines. So kommt es nun zu ganz neuen Eindrücken und Wendungen im Kontext einer Landschaft. Ein Szenario, welches Komponist Joseph Horovitz sicherlich mit viel Lächeln im Gesicht und einer guten Prise Ironie anging. 

Der Komponist 

Joseph Horovitz wurde am 26. Mai 1926 in Wien geboren. Als Sohn eines jüdischen Kunstbuchverlegers wuchs er im 1. Bezirk in einer traditionellen jüdischen Familie auf. Philosophie, Geschichte, Kunst und Literatur der Klassik und Moderne besaßen in seinem Elternhaus einen hohen Stellenwert. Seine Mutter spielte Klavier. Er besuchte in seiner Heimatstadt das Aka­de­mische Gymnasium am Beethovenplatz und war zudem Schüler am Wiener Konservatorium. Nachdem die Wehrmacht in Österreich einmarschiert war, wurde er, ebenso wie eine Vielzahl seiner Mitschüler, im März 1938 aufgrund seiner jüdischen Abstammung unter dem zynischen Begriff “Umschulung” der Schule verwiesen. Sicher­lich nicht unvorbereitet flüchtete er um­gehend über Villach, Meran, Zürich, Antwerpen und schließlich Anfang Mai Dover erreichend mit seinem Vater nach England. Die Mutter und seine beiden Schwestern folgten ihnen im Juni.

An der privaten Londoner Regent’s Park School wurde er gemeinsam mit weiteren deutschsprachigen Flüchtlingskindern auf ein Leben und eine berufliche Ausbildung in England vorbereitet. Der nach London transferierte Phaido-Verlag des Vaters sicherte den Lebensunterhalt der Familie. Ein Umstand, der den klugen und sorgenden Weitblick des Vaters in jenen ­Tagen unterstrich. An der Oxford University studierte Joseph Horovitz neben Musik zunächst auch noch moderne Sprachen. Es zog ihn, der Musik wegen, aber weiter. 1948 nach London zu Gordon Jacob ans Royal College of Music und 1949 nach Paris, wo er schließlich bei Nadia Boulanger seine Kompositionsstudien fortsetzte.

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22. World Band Festival in Luzern

22. World Band Festival in Luzern

Die Programmvielfalt des diesjährigen World Band Festivals, das vom 25. September bis 2. Oktober im KKL Luzern stattfinden wird, gleicht einer Reise um die Welt. Während sieben Tagen präsentieren acht konzertante Veranstaltungen eine stilistische Vielfalt, die an Farbigkeit und Kontrasten kaum zu überbieten ist. Dabei treten 16 Orchester, fünf Ensembles und zwölf Solisten in den Bereichen Brass Band, Big Band-Swing, Volksmusik, Entertainment und Orchestersinfonik auf.

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Wood

Die Flötistin Naïssam Jalal über die Heimat

Die Flötistin Naïssam Jalal über die Heimat

Die Flöstistin Naïssam Jalal ist wohl das, was man Kosmopolitin nennt. Sie wurde bei ­Paris als Tochter syrischer Eltern geboren und lernte hier das Flötespielen. Sie lebte und lernte in Damaskus und Kairo, bevor sie nach Frankreich zurückkehrte. Naïssam Jalal lässt keine geografischen und auch keine musikalischen Grenzen gelten. Auch klar, dass die Musikerin von einem eher “inneren” Heimatbegriff spricht. Bei Naïssam ­Jalal sind Heimat und Freiheit eng mit­ein­ander verknüpft. 

Sie könne sich an vielen Orten zu Hause fühlen, sagt sie. Sie würde allerdings nie ein Land ihre Heimat nennen, weil jedes dieser Länder »viel zu groß ist, um sich überall zu Hause zu fühlen«. Das Gefühl von Heimat könne die Region Seine-et-Marne östlich von ­Paris hervorrufen, wo sie geboren wurde. Auch einige Straßen in den Vororten von Paris oder in der Innenstadt von Kairo nennt sie ihre Heimat. Heimatgefühle löst auch der Wohnort der Großeltern aus: die syrischen Städte Damaskus oder Kafranbel.

Und doch sind diese Orte allein noch keine Heimat. “Ich denke, Heimat wird durch Menschen mit Leben gefüllt. Durch Menschen, die man liebt und die einen lieben.” Sie erklärt diese Überlegung: “Wenn ich an einen dieser Orte komme und es ist niemand dort, der mich liebt oder den ich liebe, fühle ich mich fremd.” Sich zu Hause zu fühlen bedeute, willkommen geheißen und geliebt zu werden. 

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tubalernen.de wird drei Jahre alt

tubalernen.de wird drei Jahre alt

Am 1. Juli 2018 veröffentlichte tubalernen.de das erste Video auf YouTube. Dieses Jahr wird die Lernplattform drei Jahre alt. Seitdem stehen neun Online-Videokurse, ein regelmäßig erscheinender Blog und Podcast, ein Lexikon über die Tuba sowie unzählige kostenlose Videos online zur Verfügung.

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Wood

W. Schreiber baut seit 75 Jahren Klarinetten und Fagotte

W. Schreiber baut seit 75 Jahren Klarinetten und Fagotte

1951 wurde in 800 Stunden das erste Fagott gefertigt. Das belegen Aufzeichnungen aus dem firmeneigenen Archiv. Zehn Jahre später wurde in den Werkstätten von Wenzel Schreiber schon das 5000. Instrument her­gestellt. Dies spiegelte schon damals das instrumentenspezifische Wissen der Firma wider. Musizierende, Musiklehrende und Lernende vertrauen seit 75 Jahren auf die Instrumente der traditionsreichen Marke.

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Brass

Posaunist Jan Donner im Interview: Zeit ist ein wertvolles Gut

Posaunist Jan Donner im Interview: Zeit ist ein wertvolles Gut

Sten Nadolny verfasste schon 1983 ein Plädoyer zur “Entdeckung der Langsamkeit”. In diesem Roman hat der englische Kapitän und Polarforscher John Franklin – wegen seiner Langsamkeit – zwar immer wieder Schwierigkeiten, mit der Schnelllebigkeit seiner Zeit Schritt zu halten, wird aber schließlich doch gerade wegen seiner Beharrlichkeit zu einem großen Entdecker. 

Gelesen hat der Posaunist Jan Donner das Buch (noch) nicht, doch mit der Idee kann er sich sehr gut anfreunden. Auf dem Tonträger, den er gemeinsam mit seiner Schwester Maren aufgenommen hat, ist das Thema “Zeit” das zentrale. “Zeit scheint oft der alles bestimmende Faktor zu sein: ‘Ich habe keine Zeit’, ‘Das kostet zu viel Zeit’, ‘Ich stehe unter großem Zeitdruck’, ‘Wenn ich Zeit hätte, würde ich’, ‘Wenn ich später mal Zeit habe, gehe ich das Projekt an'”, führt Jan Donner aus. “Was ‘in­zwischen’ passiert, wird selten betrachtet. Ich habe die Langsamkeit entdeckt während des Lockdowns”, gibt er zu. Es sei alles sehr eng getaktet gewesen. Hier noch ein Workshop, dort noch zwei Schüler. “Ich habe es als sehr gesund empfunden, dies eine Zeit lang nicht tun zu können.” Das habe einiges sortiert, “vor allem in der oberen Etage”. Der Posaunist tippt sich an die Stirn. 

Die Pandemie hat das CD-Projekt “Meanwhile” der Geschwister Donner in eine andere zeitliche Dimension gesetzt. Terminlich lief alles “nach Plan”, aber in einer Zeit, in der das normale Arbeitsleben als Musiker zum Erliegen gekommen ist bzw. neue Formen verlangt, gab es Raum für intensive Auseinandersetzung. Die Zeit saß nicht im Nacken, sondern hat den Blick auf das “Inzwischen” geschärft und neu gefärbt. 

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Wood

Gewinnen Sie das neue Album von Emmanuel Pahud!

Gewinnen Sie das neue Album von Emmanuel Pahud!

Der Flötist Emmanuel Pahud hat ein neues Album am Start. Nach “Beethoven” im vergangenen Jahr dreht sich auf der neuen Scheibe alles um Paris. Das Doppelalbum “Mozart & Flute in Paris” versammelt neun Werke, die alle ihren Ursprung in Paris haben. Emmanuel Pahud wird von seinen Kollegen der Bläser-Supergroup “Les Vents Français” sowie der belgischen Harfenistin Anneleen Lenaerts begleitet. Dieses Album können Sie gewinnen! Wir sprachen mit dem Soloflötisten der Berliner Philharmoniker.

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Jubiläumskongress des Schweizer Blasmusik-Dirigentenverbandes

Jubiläumskongress des Schweizer Blasmusik-Dirigentenverbandes

Der aufgrund der Pandemie im letzten Jahr verschobene Jubiläumskongress findet nun am 11. und 12. September in Solothurn statt. Am Samstag hält nach der Generalversammlung des Verbandes der ehemalige Weltcup-Fahrer Daniel Albrecht einen Vortrag über “Motivation”, danach spielt die Jugendmusik Solothurn auf. Am Abend ist das Festdinner mit dem Konzert der Formation “UnglauBlech”.

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