Das Landes-Musik-Festival ist das größte Fest der Amateurmusik in Baden-Württemberg. Seit 1998 zeigen Chöre, Orchester, Musikvereine und Ensembles aus allen Stilrichtungen die musikalische Vielfalt des Landes. Mit Konzerten, Mitmachaktionen und einem bunten Rahmenprogramm begeistert es jährlich tausende Besucherinnen und Besucher und bietet somit Programm für die ganze Familie.
Nach Abschluss der landesweiten Ausschreibung 2024 startet die Durchführung der Festivals an den neu vergebenen Austragungsorten für die Jahre 2026 bis 2031. Städte aus ganz Baden-Württemberg hatten sich um die Ausrichtung des Festivals beworben. „Das zeigt die große Bedeutung und Strahlkraft, die das Landes-Musik- Festival inzwischen landesweit entfaltet hat.“, betont Christoph Palm, Präsident des Landesmusikverbands Baden-Württemberg. Nun beginnt die Umsetzung dieser musikalischen Großereignisse mit frischem Schwung und neuen Gastgeberkommunen. Eingeläutet wird dieser Abschnitt ebenso von einer neuen künstlerischen Skulptur, die für die Vielfalt und Verbundenheit der teilnehmenden Ensembles steht.
Vom Klang zur Skulptur: Ein Symbol mit Tiefe
Das neue LMF-Skulptur stammt vom Künstler Berthold Schwartekopp, der für seine einzigartigen Holzskulpturen bekannt ist. Bis zu 150 Schichten 6,5 mm starkem Birkensperrholz, hat er präzise verschliffen, in Form gebracht und mit farbiger Lasur veredelt. So bleibt die Struktur des Holzes sichtbar und verleiht der Skulptur eine vielschichtige Materialität. Diese Vielschichtigkeit ist ein wunderbares Sinnbild für die Vielfalt der Amateurmusik, die beim Landes-Musik-Festival auf den Bühnen erklingt.
Das neue Skulptur ist inspiriert vom traditionellen „Notenstrauß“, wie man ihn aus den Logos von LMF und Landesmusikverband (LMV) kennt. Neu interpretiert in Form und Tiefe verbindet die Skulptur Tradition mit einem zukunftsweisenden Designanspruch.
Namensfindung Skulptur
Für die neue Skulptur des LMF wurde ein passender Name gesucht. Über die Social-Media-Kanäle des LMF konnten ab dem ersten August zwei Woche lang Namensvorschläge eingereicht werden. Im Anschluss erfolgt eine öffentliche Abstimmung über die eingegangenen Ideen. Der Vorschlag „Polyphonia“ hat sich mit den meisten Stimmen durchgesetzt und wird nun als offizieller Name übernommen.
Brücke zur Zukunft: Sinsheim 2026, Pforzheim 2027
Oberbürgermeister Marco Siesing aus Sinsheim hat die neue Skulptur beim vergangenen Festival offiziell in Empfang genommen und würdigte in seiner Ansprache dessen Bedeutung für das kulturelle Leben im Land. Zugleich richtet sich der Blick bereits auf das kommende Festival: Am 20. Juni 2026 wird die Stadt Sinsheim Ausrichtungsort des Landes-Musik-Festivals sein. Siesing betonte bei der Übergabe der Skulptur: „Wir freuen uns sehr, 2026 das Landes-Musik-Festival in Sinsheim ausrichten zu dürfen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, unsere Stadt als lebendigen und offenen Kulturstandort zu präsentieren. Gerne laden wir heute schon für die Ausgabe 2026 in die Große Kreisstadt Sinsheim ein. Bei uns können Musikerinnen und Musiker sowie Gäste während des Landes-Musik-Festivals ein wunderbares Wochenende verbringen und dabei nicht nur unsere Stadt, sondern die gesamte reichhaltige Sinsheimer Erlebnisregion erkunden.“
Und auch darüber hinaus sind die kommenden Ausrichtungsorte des Festivals schon klar und es gilt ein weiteres Datum zu verkünden: Am 19. Juni 2027 wird das Landes-Musik-Festival in Pforzheim stattfinden. So spannt die neue Skulptur den Bogen zwischen künstlerischer Tiefe und musikalischer Vielfalt über Orte, Jahre und Generationen hinweg.
Pforzheim bietet dafür ideale Voraussetzungen. Die Stadt verbindet kulturelles Erbe von der Schmuck- und Uhrenstadt bis zur Friedenskultur mit einer lebendigen Gegenwart aus Theater, Design, Musik und interkulturellem Engagement. Das Landes-Musik-Festival 2027 wird so nicht nur musikalisches Highlight, sondern auch Ausdruck einer Stadt, die Kultur als Impulsgeber für Dialog, Teilhabe und zukunftsfähige Entwicklung versteht.
Beim Landes-Musik-Festival versammeln sich jährlich zahlreiche Chöre, Musikvereine, Kapellen, Orchester sowie Akkordeon- und Zupfmusikensembles, um ihre Kunst zu präsentieren und das Publikum mit der musikalischen Vielfalt Baden-Württembergs zu begeistern. Ein Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung der Conradin-Kreutzer-Tafel, gestiftet vom Ministerpräsidenten, die Vereine ehrt, die 150 Jahre oder älter sind und sich um die Amateurmusik verdient gemacht haben.
Die nächsten Festivals:
- 20. Juni 2026 Sinsheim & Blasmusikverband Baden-Württemberg
- 19. Juni 2027 Pforzheim & Badischer Chorverband
- Juni 2028 Böblingen & Schwäbischer Chorverband
- Juni 2029 Neuenburg am Rhein & Bund Deutscher Blasmusikverbände
- Juni 2030 Rottweil & Deutscher Harmonika Verband
- Juni 2031 Leutkirch im Allgäu & Schwäbischer Chorverband
Der Landesmusikverband Baden-Württemberg e. V. (LMV) vereint vier Chor- und sieben Instrumentalverbände und repräsentiert nahezu 12.000 Ensembles mit rund einer Million Mitgliedern. Die Tradition des gemeinsamen Musizierens ist im Südwesten Deutschlands stark verwurzelt: Fast ein Drittel aller organisierten, nicht-professionellen Musiker stammt aus Baden-Württemberg. Der LMV setzt sich für die Interessen der Musikschaffenden ein und fördert den Zugang zur Musik durch Weiterbildungen, Musikfreizeiten und gemeinsame Veranstaltungen.


