Wood | Von Hans-Jürgen Schaal

Stichwort: Die Shehnai

Shehnai
Bismilah Khan auf einer indischen Briefmarke, Shehnai spielend. (Foto: Government of India, GODL-India, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=74352309)

Auch die “indische Oboe” Shehnai stammt von der persischen Surnai ab, deren Spuren vom Balkan (“Zurla”) bis nach Indonesien (“Sarune”) und China (“Suona”) reichen.

In Indien, einem Land mit fast doppelt so vielen Einwohnern wie ganz Europa, ist die Shehnai das populärste Rohrblattinstrument. Nach einer Legende hatte sich ein indischer König einmal über den schrillen Klang einer Pungi beschwert, wie sie die Schlangenbeschwörer spielen. Daraufhin schuf man für den König die Shehnai, die “Königsflöte” (Shah-Nay). Schon zu Beginn der Mogul-Ära (16. Jahrhundert) dominierte sie die Palastkapellen: Bis zu neun Shehnais spielten in der “Naubat Khana”, dem Orchester des Herrschers.

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