News | Von Klaus Härtel

SWR Jazzpreis 2020 geht an Daniel Erdmann

Daniel Erdmann Saxofon
Daniel Erdmann (Foto: Dirk Bleicher)

Der Tenorsaxofonist Daniel Erdmann erhält den SWR Jazzpreis 2020. Die mit 15000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihm am 28. Oktober 2020 beim Internationalen Festival “Enjoy Jazz” in Ludwigshafen überreicht. Dann gibt Daniel Erdmann sein Preisträgerkonzert gemeinsam mit dem Trio “Velvet Revolution” sowie im Duo mit der Pianistin Aki Takase.

Seit rund 20 Jahren gehört Daniel Erdmann zu den markantesten Solisten im europäischen Jazz. Sein kunstvoll gebrochener, gehauchter Saxofonton ist bereits auf etwa 50 Alben zu hören. 2019 erschienen neue CDs seiner beiden wichtigsten Bands, “Das Kapital” und “Velvet Revolution”.

Und BRAWOO – Brass Wood Orchestra beweist ein gutes Timing: Denn erst kürzlich führte Hans-Jürgen Schaal ein großes Interview mit dem Saxofonisten.

Nun erhält der in Reims lebende und in Wolfsburg geborene Tenorsaxofonist Daniel Erdmann (46) den SWR Jazzpreis 2020. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert wird je zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk (SWR) gestiftet. Beim Internationalen Festival “Enjoy Jazz” am Mittwoch, 28. Oktober 2020, wird ihm der Preis im Kulturzentrum “dasHaus” in Ludwigshafen überreicht. Im Preisträgerkonzert am gleichen Tag stellt sich Daniel Erdmann mit dem Trio “Velvet Revolution” und im Duo mit der Pianistin Aki Takase vor. 

Daniel Erdmann wurde am 28. Oktober 1973 in Wolfsburg geboren. Den SWR Jazzpreis gibt es seit 1981. Er ist damit der älteste Jazzpreis in Deutschland und wird je zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und vom Südwestrundfunk gestiftet.

“Stilistisch ungewöhnlich offener und persönlicher Improvisator”

Ausschlaggebend für die Wahl Daniel Edmanns ist sein einzigartiger Improvisationsstil. Die Begründung der Jury: “Mit Daniel Erdmann gewinnt ein Musiker den SWR Jazzpreis, der in vielfältigen Projekten dem europäischen Jazz neue Wege weist. Charakteristisch ist die Fülle und robuste Wärme seines Sounds, herausragend die Dringlichkeit seines Spiels. Dabei zeigt sich Daniel Erdmann als ein stilistisch ungewöhnlich offener und persönlicher Improvisator, der mit seinen Bands ‘Das Kapital’ und ‘Velvet Revolution’ sowie in Duos mit der Pianistin Aki Takase zu Klängen von großer Expression gefunden hat. Es kennzeichnet sein Spiel, dass er die Dimension seiner Musik bis ins Politische weitet, ohne plakativ zu wirken. Zudem würdigt die Jury, dass Daniel Erdmann kreative Kontakte zur französischen und anderen europäischen Szenen aufgebaut hat und intensiv weiterpflegt.”