Orchestra | Von Renold Quade

“Tancredi” von Rossini im Arrangement von Franco Cesarini

Rossini
Foto: www.lacucinaitaliana.com

Ein Satz, der häufig zu Beginn von Ausgaben etlicher Opern-Ouvertüren Verwendung findet, steht auch über dieser: “Rossinis Oper ‘Tancredi’ gehört sicherlich nicht zu den meistgespielten seiner Werke, sehr wohl aber die Ouvertüre, die nach wie vor oft und gerne aufgeführt wird.” Im Fall “Tancredi” schlägt übrigens auch noch zu Buche, dass Rossini recht wenig Zeit hatte, den gesamten Stoff zu vertonen und er sich kurzerhand entschied, die bereits fertige Ouvertüre eines zweiaktigen Vorgängerwerks, “La pietra del paragone” (“Die Liebesprobe”), zu übernehmen. Handwerklich ist die “Sinfonia” in der zu diesen Zeiten in Italien gepflegten klassischen Form angelegt. Ein Werk für die “italienischen Momente” des Lebens.

Wenn man in der Musikwelt den Namen Gioacchino Rossini hört, fällt einem zunächst ein, dass er als bedeutender Opernkomponist des “Belcanto” in die Musik­geschichte eingegangen ist. Wahrscheinlich kommt einem der “Barbier aus Sevilla” oder “Wilhelm Tell” in den Sinn, doch der am 29. Fe­bruar 1792 in Pesaro (Italien) geborene Komponist hatte zuvor schon im zarten Alter von zwölf Jahren die “Sei sonate a quattro” für zwei Vio­linen, Violoncello und Kontrabass und mit 17 Jahren in Bologna seine “Variazioni für Klarinette und Orchester” komponiert.

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