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Uli Kempendorff über die Sprache und das Zusammenspiel

Uli Kempendorff über die Sprache und das Zusammenspiel

Im Zweiten Weltkrieg gab es in den USA ein Poster mit dem Titel “Someone Talked” – ein Poster, um vor sorglosen Diskussionen über Truppenbewegungen und andere militärische Informationen zu warnen. “Some­one Talked” heißt auch das aktuelle Album des Saxofonisten Uli Kempendorff und seiner Band Field. Wir sprachen mit dem Berliner Musiker über Kommunikation, Inspiration und die Kunst des Zusammenspiels. 

Uli Kempendorff beschäftigt sich viel mit der Sprache und er habe in den vergangenen anderthalb Jahren viel über Kommunikation gelernt, erzählt er. “Über Kommunikation mit Menschen, aber auch im öffentlichen Raum.” Damals, in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, drückte diese “Someone talked”-Kampagne eine gewisse Grundparanoia aus. Und heute? “Ein interessanter Aspekt der Kommunikation von heute ist, dass jedes Narrativ immer wieder herausgefordert wird, wenn neue Informationen an den Tag kommen.”

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Urlaub mit Instrument. Üben üben!

Urlaub mit Instrument. Üben üben!

Der nächste Sommer kommt bestimmt. Und Sommerzeit ist Urlaubszeit! Aber wie halten es die Musikerinnen und Musiker damit? Eine Möglichkeit: Urlaub mit Instrument! Das ist das Thema des 13. Beitrags von “Üben üben!”. Die Serie befasst sich mit der Gestaltung bzw. Planung des Übens. Zu Beginn steht der Grundgedanke, es folgen ­nähere Erläuterungen dazu.  

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Athanasius Kircher: zwischen Wissenschaft und Aberglauben

Athanasius Kircher: zwischen Wissenschaft und Aberglauben

Im Roman “Tyll” (2017) von Daniel Kehlmann hat der fromme Gelehrte Athanasius Kircher beeindruckende Auftritte als Inquisitor und Drachenjäger. Seine “Musurgia universalis” war eine wichtige Musiktheorie des 17. Jahrhunderts.

Er war einer der größten Gelehrten seiner Zeit. Athanasius Kircher (1602 bis 1680), Sohn eines Amtmanns, im Thüringischen geboren, korrespondierte mit rund 800 Kollegen über wissenschaftliche Fragen und besaß in Fachkreisen internationales Renommee. Er un­ter­nahm Forschungsreisen, bestieg die italienischen Vulkane (Vesuv, Ätna, Stromboli), machte allerlei Experimente, erfand diverse Apparate, forschte über die Pest, beherrschte zahlreiche Sprachen, gründete ein Museum in Rom (eine Art Wunderkammer) und veröffentlichte rund
50 umfangreiche Werke. Sein Forschungsgebiet erstreckte sich von der Mathematik, Physik, Astronomie und Geologie über die Biologie und Medizin bis hin zur Ägyptologie, Sinologie und Musiktheorie. Vom Erlös seiner Bücher finan­zierte er sein Leben – ein Universalgelehrter als Freiberufler. 

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Woodstock Academy – ein facettenreicher voller Erfolg

Woodstock Academy – ein facettenreicher voller Erfolg

Ende August konnte allen Widerständen und Widrigkeiten zum Trotz die erste “Woodstock Academy” in den Kitzbüheler Alpen erfolgreich stattfinden. Musizierende bildeten sich in allen nur erdenklichen Bereichen der Musik, auf der Bühne, mental, sportlich und allem, was noch dazwischen passt, weiter. Drei Tage lang waren auch wir zu Gast und konnten uns als Teilnehmer selbst ein Bild von diesem Mammutprojekt machen.

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Blasmusik-Podcast, Wood

3 Fragen an Flötistin Saskia Worf

3 Fragen an Flötistin Saskia Worf

Saskia Worf studiert Flöte und Klavier jeweils als Hauptfach, außerdem hat sie ihren eigenen Blog und mittlerweile drei Podcasts. Andy Schreck sprach mit ihr unter anderem über ihren Lebensweg und wieso es wichtig ist, früh zu wissen, was man will. Sie erzählt außerdem von Glaubenssätzen und Selbstzweifeln, wie es überhaupt zu ihrem erfolgreichen Blog kam und warum Selbstmanagement so wichtig ist. Dabei geht es um die Schieflage in der Musikwelt und was ihr Opa ihr bei­gebracht hat. Momentan schreibt Saskia an ihrem zweiten Buch. Die 3 Fragen an Saskia Worf stammen aus dem Blasmusik-Podcast.

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Tonleitern – next level. Der Jupiter Workshop

Tonleitern – next level. Der Jupiter Workshop

Tonleitern und Dreiklänge (oder Vierklänge) zu üben ist wie Vokabeln lernen. Dabei übt man “auf Vorrat”. Häufig verwendete Wörter bzw. häufig vorkommende Tonkombinationen werde abgespeichert und müssen nicht mehr als “Einzelinformationen” bei ­jedem neuen Musikstück neu erarbeitet werden. Sehr praktisch.

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Tubax und Co: Benedikt Eppelsheim baut Holzblasinstrumente

Tubax und Co: Benedikt Eppelsheim baut Holzblasinstrumente

Benedikt Eppelsheim hat sich mit seiner Werkstatt in München auf sehr hohe und sehr tiefe Holzblasinstrumente spezialisiert. Damit hat er eine Nische gefunden, in der er sich weltweit einen Namen gemacht hat. Wir sprachen mit ihm über das tiefe Holz, seine Entwicklung, das Tubax, und weitere Ideen.

Wie kommt man auf die Idee, nur ganz hohe und ganz tiefe Holzblasinstrumente zu bauen? “Das ist ganz einfach das Segment, das der Markt übrig lässt”, erklärt Eppelsheim. “1999 habe ich mein erstes Tubax auf der Musikmesse in Frankfurt dabei­gehabt. Schon damals war mir klar, wenn ich da ein Altsaxofon vorgestellt hätte: Das merkt keiner! Und das meine ich ganz unabhängig von der Qualität. Wenn man sich als kleine Werkstatt ­behaupten möchte, dann geht das nur in einer Nische.”

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Isabella Lingg und ihr Baritonsaxofon

Isabella Lingg und ihr Baritonsaxofon

Das Baritonsaxofon ist ihre große Liebe. Isabella Lingg gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrem Instrument erzählt. Sie liebt dessen Charaktereigenschaften im Klang und ihre Augen strahlen: “Ich mag die Tiefe, die Wärme, das Fette. Es ist einfach groß! Aus dem Barisax kommt kein dünner, sondern ein warmer, dicker, großer Klang. Es groovt.” BRAWOO traf die sympathische Österreicherin – live und nicht via Zoom – auf einen Cappuccino in Dornbirn.

Hier im Bregenzerwald im Bundesland Vorarlberg ist sie zu Hause. Hier lebt, arbeitet und musiziert sie. In Dornbirn kommt sie nicht umhin, ihre Musikschülerinnen und Musikschüler zu grüßen, die durch die Fußgängerzone am Straßencafé vorbeilaufen. Isabella Lingg trägt ein schwarzes, geblümtes Sommerkleid, die Haare offen. Sie wirkt zu Beginn des Gesprächs zurückhaltend, fast schüchtern. Eine Baritonsaxofon spielende Rampensau stellt man sich anders vor. Das Tattoo am rechten Oberarm sieht man nicht.

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Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band von Uwe Kohls

Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band von Uwe Kohls

Die Uraufführung ist schon eine Weile her. Und doch erinnert sich Martina Beck, Bassklarinettistin der Bayerischen Staatsoper München, sehr gut an das “Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band” von Uwe Kohls. “Das Concertino ist ein sehr angenehmes Werk. Die Zuhörerinnen und Zuhörer werden sofort mitgenommen. Es versprüht gute Laune und ist fröhlich – wenn die Musikerinnen und Musiker diese Leichtigkeit gut rüberbringen.”

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