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Karin Bonelli über Probespiele und ihre Karriere

Karin Bonelli über Probespiele und ihre Karriere

Karin Bonelli wurde 2012 mit gerade einmal Anfang 20 als erste Frau in die Bläsersektion der Wiener Philharmoniker aufgenommen. Wie wird man so jung schon so erfolgreich? Wir sprachen mit der Flö­tistin über ihre musikalische Laufbahn, warum ihr das Thema ­Probespiel-Vorbereitung so wichtig ist und ihr neuestes Projekt, die Penthesilea Academy.

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Brass, Orchestra, Wood

Scott Hamilton und Co.: Ein Retrotrend vor 40 Jahren

Scott Hamilton und Co.: Ein Retrotrend vor 40 Jahren

Der Bassist Monty Budwig staunte einst über den fast 30 Jahre jüngeren Saxofonisten Scott Hamilton. “Wo hat er das nur alles aufgeschnappt? Er muss ja Ben Webster und Coleman Hawkins schon mit drei Jahren gehört haben.”

In der Geschichte des Jazz gab es immer wieder Bemühungen, ältere Stile neu zu beleben, wenn auch meist unter veränderten Vorzeichen. Um 1940 z.B. entdeckte das Studentenpublikum von San Francisco den frühesten Jazz wieder. Damals entstand – gegen den kommerzialisierten Bigband-Swing – die Dixieland-Bewegung. Um 1950 haben die Cool Jazzer dem harschen, abstrakten Bebop eine Rückwendung ins Melodische und Weiche verpasst. Ein paar Jahre später wurde der Bebop dann von den Hardboppern harmonisch und formal vereinfacht und in Blues und Gospel geerdet. 

In den 1970er Jahren schließlich – nach den Erschütterungen durch Free und Fusion – hat man irgendwann die Tugenden des swingenden Mainstream-Jazz wieder ausgegraben. In Kalifornien entstanden damals zwei wichtige Jazzlabels, die sich ganz der Tradition verschrieben: Pablo Records und Concord Records. Die Protagonisten dieses Retro-Trends waren die Pioniere von einst – Swing-, Bop- und Cool-Veteranen wie Count Basie, Dave Brubeck, Duke Ellington, Herb Ellis, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Milt Jackson, Oscar Peterson oder George Shearing. Die Neubelebung des swingenden Mainstream-Jazz verbanden sie dabei mit aktuellen Tendenzen wie dem schlagzeuglosen Solo-, Duo- oder Triospiel. Nach nur wenigen Jahren schlossen sich erstaunlicherweise auch junge Musiker diesem Mainstream-Trend an – und dies mit einer Retro-Rigorosität, die geradezu anachronistisch wirkte. Der erste junge Held dieses “New Swing” hieß Scott Hamilton.

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Brass, Orchestra, Wood

Setzen Sie sich Ziele mit PIDE­WaWa! Üben üben!

Setzen Sie sich Ziele mit PIDE­WaWa! Üben üben!

Herzlich willkommen zur neuen Serie “Üben üben!” bei der in jeder BRAWOO-Ausgabe ein Satz zur Gestaltung bzw. Planung des Übens im Mittelpunkt steht. Die Artikel sind nach Barbara Mintos “Pyramiden-Prinzip” gestaltet: zuerst der Grundgedanke, dann nähere Erläuterungen dazu. Das hat nebenbei auch den Vorteil, dass Sie, liebe Leser, selbst bei schnellem Durchblättern die Kernaussage wahrnehmen.

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Nicole Johänntgen über das Live-Album “Henry III”

Nicole Johänntgen über das Live-Album “Henry III”

In den USA, wo die Saxofonistin Nicole Johänntgen 2016 ein halbes Jahr verbrachte, startete sie ihr “Henry”-Projekt. Nun erscheint das erste Live-Album “Henry III” mit Jon Ramm (Posaune), Steven Glenn (Sousafon) und Paul Thibodeaux (Schlagzeug), ihren drei Musikern aus New Orleans. “Henry III” ist funky und erfrischend, einfach und ehrlich gespielt, groovt und rumpelt vom New-Orleans-Jazz inspiriert.

Das Album wurde während eines Live-Konzerts im Jazzclub “Domicile” in Pforzheim analog auf Band aufgenommen. Man spürt, wie vertraut und spielfreudig die vier Musiker sind. Auch darüber sprachen wir mit der Wahl-Züricherin und gebürtigen Saar­länderin ­Nicole Johänntgen.

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Jimmy Giuffre, der sanfte Revolutionär

Jimmy Giuffre, der sanfte Revolutionär

Vor 100 Jahren wurde er geboren: Jimmy Giuffre (1921 bis 2008), der still und leise den Jazz aus seinen Schablonen befreit hat. Über sein Stück “Pony Express” (1958) sagte er: “Es stoppt und geht dann weiter, es sind nicht die üblichen symmetrischen Taktgruppen, es gibt hier Erweiterungen, Zwischenspiele, Tempowechsel, Abschnitte ohne und Abschnitte mit festem Tempo.”

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Helmut Eisel über Klezmer, Mozart und die Geschichte

Helmut Eisel über Klezmer, Mozart und die Geschichte

Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass ­Juden städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 1700 Jahre Judentum in Deutschland – ein Grund, zu feiern! Wir fragten den Klarinettisten Helmut Eisel.

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Giora Feidman und die Idee des Klezmer

Giora Feidman und die Idee des Klezmer

Er ist der unangefochtene “King of Klezmer” – auch wenn er sich selbst niemals so nennen würde. Seine Alben haben klangvolle Namen wie “Viva el Klezmer”, “Klassic Klezmer” oder “The Spirit of Klezmer”. “Happy Birthday, Giora Feidman” wäre der Titel der Tour gewesen, die just an seinem 85. Geburtstag am 25. März in Berlin hätte starten sollen. Abgesagt und verschoben – wie so vieles in der Corona-Pandemie.

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Brass, Orchestra, Wood

Die Kraft des Ostinatos. Anmerkungen zum Rhythmus

Die Kraft des Ostinatos. Anmerkungen zum Rhythmus

Laut dem Musikpsychologen Stefan Kölsch ist das Rhythmische bereits “in den kognitiven und biologischen Eigenschaften des menschlichen Gehirns und des menschlichen Körpers” angelegt. Der Homo sapiens ist als einzige Spezies befähigt, in einer Gruppe einen Takt zu halten. Anmerkungen zum Rhythmus.

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