Wood

Émile Parisien ist “ein neugieriger Mensch”

Émile Parisien ist “ein neugieriger Mensch”

Er sei das Beste, was dem europäischen Jazz passieren konnte – so stand es sinngemäß in “Le Monde”. Seit mehr als 20 Jahren mischt der quirlige Émile Parisien mit seinem frechen Sopransaxofon die Szene auf. Jetzt legt er sein neues Album “Louise” vor.

Er leitet eigene Quartette und Quintette – und spielt in diversen Formaten zusammen mit seinem französischen Landsmann Vincent Peirani (Akkordeon). Stilistisch ist Émile Parisien (39) immer alles zuzutrauen. Sein Instrument, das Sopransaxofon, scheint schnelle Brückenschläge geradezu zu begünstigen: zwischen meditativ-lyrischen Passagen, nervösem Bebop und modalem Free Jazz. 

Der gesamte Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.
Anmelden Jetzt abonnieren!
Orchestra, Wood

Zum 100. Geburtstag von Charles Mingus

Zum 100. Geburtstag von Charles Mingus

Der Bassist Charles Mingus (1922 bis 1979) gehörte zu den provokantesten und eindrucksvollsten Bandleadern der Jazzgeschichte. Was er von seinen Bläsern for­derte, vor allem von den Saxofonisten, war nicht weniger als äußerste Leidenschaft und ekstatische Explosivität.

Seine Ambitionen waren immer gewaltig. Schon in jungen Jahren träumte er davon, Jazz in ganz neue Größenordnungen zu übersetzen. Eines seiner Frühwerke hieß “The Chill Of Death” – es war inspiriert von Richard Strauss’ Tondichtung “Tod und Verklärung”. Ein anderes trug den Titel “Half-Mast Inhibition” – für die Umsetzung (1960) brauchte es unter anderem 18 Bläser und einen Dirigenten. Alle paar Jahre versuchte Mingus, seine höchsten Ambitionen in besonderen Projekten zu verwirklichen. Da die Rahmenplanung ihn aber schon viel Energie kostete, litten diese Unternehmungen dann meist unter Zeit- und Personalmangel. 

Der gesamte Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.
Anmelden Jetzt abonnieren!
Wood

Engelbert Wrobel und Freunde laden zur “Cellar Party”

Engelbert Wrobel und Freunde laden zur “Cellar Party”

“Engelbert Wrobel and Friends” lautet der Titel des neuen Albums. Und wo das drauf steht, ist genau das drin: “Die Grundidee dieses Projekts war, mit Musikern ins Tonstudio zu gehen, die ich seit Jahren kenne, die ich sowohl menschlich als auch musikalisch sehr schätze und die ich immer wieder zum ge­mein­samen Musizieren getroffen habe, aber mit denen ich noch nie zusammen aufgenommen hatte.”

weiterlesen »
Wood

Auf der Suche. Der Klarinettist Christoph Zimper

Auf der Suche. Der Klarinettist Christoph Zimper

Der Klarinettist Christoph Zimper beschloss 2018, den Orchesterjob an den Nagel zu hängen und stattdessen herauszufinden, wie man in einer eigenen musikalischen Sprache Existenzielles ausdrücken kann. Er wollte die Generation der Millennials, der er selbst angehört, musikalisch hin zu den immerwährenden Fragen des Lebens führen. Zimper legt mit seinem Kompositionsdebüt ein faszinierendes Album vor: eine Messe. Wir haben da ein paar Fragen.

In den Liner Notes des Werks “The Millenials Mass” heißt es: “Die Vision, das Giftthema Glaube zu entgiften und die scheinbar unüberwindbare Kluft zwischen religiösen In­sti­tu­tionen und Menschen zu verringern – ohne zu wissen wie –, ist mir jedoch ein Herzensanliegen.” Warum?

Eine gesund blühende Gesellschaft besteht, denke ich, darin, dass sie alle Stimmen in Balance mit einbezieht: Wissen, Vernunft, Erfahrung, aber auch Intuition und Geist sowie viele wei­tere. Die beiden zuletzt Genannten haben in unserer Kultur bestenfalls eine Nebenrolle. Wir haben uns daran gewöhnt, Politiker und Konzerne zu kritisieren, doch manchmal denke ich, es sind vor allem Kunst und Religion, die sich ihrer Kernverantwortung wieder bewusst werden müssen. Und diese besteht darin, den einzelnen Menschen zu inspirieren, sodass er sich seiner schöpferischen Größe wieder bewusst wird. 

Der gesamte Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.
Anmelden Jetzt abonnieren!
Wood

Was taugen schwere S-Bogen-Schrauben am Saxofon?

Was  taugen schwere S-Bogen-Schrauben am Saxofon?

Inzwischen gibt es eine Auswahl an alter­nativen S-Bogen-Schrauben für das Saxofon, die Klang und Ansprache verbessern oder zumindest verändern sollen. Während unter Trompeterinnen und Trompetern die Verwendung von sogenannten “Heavy Caps” gang und gäbe ist, fragen sich viele Saxofonistinnen und Saxofonisten, ob S-­Bogen-Schrauben, Klangbögen oder auch Daumenhaken eine spür- und hörbare Auswirkung haben oder nur kostspielige Gimmicks sind. In diesem persönlichen Erfahrungsbericht möchte ich versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

weiterlesen »
Wood

Der Rattenfänger von Hameln. Das Stichwort

Der Rattenfänger von Hameln. Das Stichwort

Wir alle kennen die Geschichte: Ein Mann kommt nach ­Hameln und befreit die Stadt von der Rattenplage. Als dem Rattenfänger der Lohn verweigert wird, rächt er sich, indem er Kinder entführt. So weit, so tragisch. Wäre da nicht auch noch ein Blasinstrument…

weiterlesen »
Wood

Das Xaphoon. Das Stichwort

Das Xaphoon. Das Stichwort

Der hawaiianische Bambus (Bambusa spinosa) wächst als dichter Wald, die ausgewachsene Stange ist rund vier Meter hoch. Etwa auf einem halben Meter Höhe befindet sich der geeignete Abschnitt, um daraus ein Xaphoon zu machen.

Der gesamte Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.
Anmelden Jetzt abonnieren!
Wood

Ausprobiert: Maria Wunder über die Reedmaster-Blätter

Ausprobiert: Maria Wunder über die Reedmaster-Blätter

Nach einer kleinen Mundstückkrise und einer langen Findungsphase zu einem Mundstück, welches dem alten gerecht werden konnte, bin ich erst mal auf Plastikblätter umgestiegen. Vor einigen Jahren ist mir mein Mundstück in einer Umkleidekabine aus der Hand gefallen und am Boden zersprungen – der Klassiker – und der Horror für jede Klarinettistin bzw. jeden Klarinettisten. Es hat lange gedauert, bis ich wieder zufrieden mit Klang, Ansprache und Flexibilität des neuen Mundstücks war. Der Umstieg auf Plastikblätter hat mir persönlich viel Sicherheit gegeben, jedoch auch meinen Anspruch an das per­fekte Blättchen aus Holz erhöht. Ausprobiert: Blätter von Reedmaster.

weiterlesen »
Brass, News, Orchestra, Wood

Michael T. Otto und die Muschel aus dem Drucker

Michael T. Otto und die Muschel aus dem Drucker

Michael T. Otto ist Pädagoge, Komponist, Arrangeur und Gründer von “Stubenjazz”. Seine Leidenschaft gilt darüber hinaus dem Tüfteln und Basteln. So entwickelt er zum Beispiel mit dem Musikinstrumentenbauer Fritz Lüttke Trompeten und Flügelhörner, ist Erfinder unter anderem des Whisper-Penny, eines Dämpfers aus Bierflaschen, eines Reise-Didgeridoos… Sein neuester Clou: eine Muschel aus dem 3-D-Drucker, die sogar der “Muschelpapst” Steve Turre hellhörig werden ließ. Samt Muschel besuchte Michael T. Otto nun die Redaktion.

weiterlesen »