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Sophie Dervaux überzeugt als Fagottistin und Dirigentin

Sophie Dervaux überzeugt als Fagottistin und Dirigentin

Schon damals im Brawoo-Interview war Sophie Dervaux es leid. Sie war es leid, dass ihr Instrument immer nur dieses lustige, clowneske, komische Instrument sein sollte. “Natürlich können wir auch mal der Clown im Orchester sein, wir können lustig sein. Aber wir können noch so viel mehr sein. Das Fagott hat eine faszinierende Klangpalette!” Nun legt die Solofagottistin der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters einen weiteren “Beweis” vor, wie Recht sie hat. 

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Zum 100. Geburtstag des Saxofonisten Illinois Jacquet

Zum 100. Geburtstag des Saxofonisten Illinois Jacquet

1993 – mit 70 Jahren – jammte er mit dem Amateur-Saxofonisten Bill Clinton bei dessen Amtseinführung im Weißen Haus in Washington. “Mit dieser Musik wird man nie alt”, sagte Illinois Jacquet. “Ich gehe nicht davon aus, dass ich einmal in den Ruhestand gehen werde.” Noch sechs Tage vor seinem Tod (2004) trat Jacquet im Lincoln Center in New York auf.

Das Stück “Flying Home” entstand 1939 im Sextett von Benny Goodman. Diese Swing-Combo gehörte mit ihren schnellen, intervallfreudigen Themen zu den Vorbereitern des modernen Jazz. “Flying Home” war einer der originalen Hits der Band – neben “Shivers”, “AC/DC Current” oder “Good Enough To Keep”. Als Hauptautor von “Flying Home” gilt Goodmans Vibrafonspieler Lionel Hampton. Der gründete 1940 auch seine eigene Bigband, in der Marshal Royal, der den Saxofonsatz führte, die künstlerische Leitung hatte – Hampton war viel zu sehr Showman in eigener Sache, um diese Verantwortung zu übernehmen. Als Hampton im Mai 1942 seinen Hit “Flying Home” für eine Aufnahme mit der Bigband auswählte, bestimmte er als Hauptsolisten in diesem Stück den jungen Illinois Jacquet. Der war erst 19 Jahre alt und spielte das Tenorsaxofon erst seit einigen Monaten – eigentlich war Jacquet am Altsaxofon groß geworden.

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Die Windkapsel. Das Stichwort.

Die Windkapsel. Das Stichwort.

Der Ansatz ist bei Holzbläsern von wesentlicher Bedeutung. Doch es gibt auch Rohrblatt-Instrumente, bei denen die ­Möglichkeiten des Ansatzes praktisch wegfallen. Das Blättchen versteckt sich nämlich in einem Behälter. Der Windkapsel.

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Pierre-Max Dubois, der glückliche Außenseiter

Pierre-Max Dubois, der glückliche Außenseiter

Kaum jemand hat so viele Werke für klassisches Saxofon geschrieben wie Pierre-Max Dubois (1930 bis 1995). Das Spektrum reicht von der Anfänger-Etüde bis hin zum großen Solistenkonzert mit Orchester. Die wichtigsten Einflüsse für seine Musik waren Milhaud, Françaix und Prokofiew. 

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Orchestra, Wood

Das Klarinettenregister als Hauptklangfarbe im Blasorchester (3)

Das Klarinettenregister als Hauptklangfarbe im Blasorchester (3)

Die Serie “Die Klangschönheit der Klari­netten” beschreibt “mannigfaltige Aspekte über die vielseitige Verwendung des Klarinettenregister” und ist inspiriert durch das Online-Seminar mit Prof. Alex Schillings auf der Plattform Blasmusik.Digital. Zusammengestellt wurde die Serie von Stefan Kollmann. 

Im ersten und zweiten Teil des Artikels “Die Klangschönheit der Klarinetten” (BRAWOO 7-8/2022 und 9/2022) lag der Schwerpunkt auf den geschichtlichen Hintergründen und dem klugen Einsatz des Klarinettenregisters anhand vielfältiger bekannter Beispiele der Blasorchesterliteratur. In diesem dritten Teil folgen weitere Beispiele, die den geschickten und optimalen Klarinetteneinsatz erkennen lassen, allerdings auch solche, die sehr deutlich die Problematik einer ungünstigen Instrumentation des Klarinettenregisters aufzeigen. 

Historische Situation

Zuvor aber soll noch einmal durch einen Blick in die Historie die Funktion und Klangschönheit der Klarinetten im heutigen Blasorchester verdeutlicht werden. Es geht dabei um ideale Klang­vorbilder, um Klangideale, die aber zu einem besseren Gesamtverständnis für eine optimale Instrumentation des Klarinettenregisters führen können. Ein sehr beeindruckendes Beispiel findet man in den Aufnahmen der »Belgian Guides«. In dem Werk “Rhapsodie Dahoméenne” ist es dem flämischen Komponisten August de Boeck (1865 bis 1937), durch den Einsatz der Saxhörner in verblüffender Weise gelungen, eine wunderschöne, weiche Klangfarbe (sogenanntes weiches Blech) hinter der Klangfarbe der Klarinetten und der Saxofone zu installieren. 

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Brass, News, Wood

Das Brazilian Winds Ensemble auf Tour

Das Brazilian Winds Ensemble auf Tour

Zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit Brasiliens möchten fünf junge Brasilianerinnen und Brasilianer mit Enthusiasmus und Ehrgeiz das deutsche Publikum für klassische und brasilianische Musikkultur begeistern. Das in Europa lebende Brazilian Winds Ensemble wurde im Jahr 2020, kurz vor Beginn der Corona-Pandemie, aus Initiative von der Flötistin Joana Gorenstein und der Klarinettisten Ariane Rovesse, gegründet.

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Kunststoffblätter von VENN im Test

Kunststoffblätter von VENN im Test

Wenn ein Hersteller mal wieder synthetische bzw. Kunststoffblätter auf den Markt bringt, reagieren Spielerinnen und Spieler von Klarinetten und Saxofonen mit einer Mischung aus Skepsis und Neugier. Wenn also die Firma D’Addario neue Blätter herausbringt, heißt es von offizieller Seite: “VENN überdauert und übertrifft alles bisher Bekannte – und klingt und spielt sich wie dein Lieblingsblatt.” Ist das so? Der Saxofonist Dieter Kraus hat VENN mal ausprobiert.

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Die richtige Atmung ist Voraussetzung für einen schönen Ton

Die richtige Atmung ist Voraussetzung für einen schönen Ton

Immer wieder erlebe ich in meinen Saxofon-Workshops Teilnehmende, die schon sehr gut und ansprechend spielen, aber mit ihrem Sound insgesamt noch nicht so ganz zufrieden sind. Da klingt der Saxofonton womöglich etwas hart und gepresst, Töne “kieksen” und beim genaueren Hinschauen sieht man vielleicht sogar, dass die Lippen (und der Unterkiefer) sehr angespannt sind oder der Hals verkrampft ist. In den allermeisten Fällen haben all diese Fehler ihren Ursprung in einer schlechten Atmung.

Um es einmal ganz simpel auszudrücken: zum Saxofonspielen brauchen wir viel Luft und auch den nötigen Druck. Ist der Druck von der Ausatmung her nicht stark genug, beginnt man automatisch diesen fehlenden Druck woanders herzuholen und das geschieht dann meistens durch eine übermäßige Spannung in den Lippen und dem Unterkiefer, oder mit dem Hals. Da macht es also auch keinen wirklichen Sinn, sich mit dem Ansatz oder der Lippenstellung zu beschäftigen, solange die Atmung noch nicht wirklich zufriedenstellen ist.

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Brass, Orchestra, Wood

Was bringen Klopftechniken für Musiker?

Was bringen Klopftechniken für Musiker?

Beim jüngsten Forum “Musik & Medizin” auf Schloss Kapfenburg hielt Dr. med. Antonia Pfeiffer einen Vortrag über Klopftechniken. Zu diesem Thema hat die in Hannover praktizierende Ärztin nun auch ein Buch geschrieben: “Emotionale Erinnerung – Klopfen als Schlüssel für Lösungen: Neurowissenschaftliche Wirkhypothesen der Klopftechniken”. Was hat es damit auf sich?

Der Untertitel “Reden reicht nicht!?” ist der Name der Buch-Reihe, in dem das Buch im Carl-Auer Verlag erschienen ist und zugleich der Name des Psychotherapie-­Kongresses “Reden reicht nicht!?”, der in diesem Jahr wieder in Würzburg stattfinden wird. Der Name drückt aus, erklärt Antonia Pfeiffer, “was viele Therapeuten in der Arbeit mit großen Emotionen feststellen: Dass hier das Reden oft tatsächlich nicht reicht und es hilfreich ist, körper­liche Methoden zur Emotionsregulation in den Prozess zu integrieren”. Wir haben trotzdem mit Dr. med. Antonia Pfeiffer geredet.

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Orchestra, Wood

Das Klarinettenregister als Hauptklangfarbe im Blasorchester (2)

Das Klarinettenregister als Hauptklangfarbe im Blasorchester (2)

Die Serie “Die Klangschönheit der Klari­netten” beschreibt “mannigfaltige Aspekte über die vielseitige Verwendung des Kla­ri­netten­register” und ist inspiriert durch das Online-Seminar mit Prof. Alex Schillings auf der Plattform Blasmusik.Digital. Zusammengestellt wurde die Serie von Stefan Kollmann. 

Nachdem in dem ersten Teil (BRAWOO 7-8/2022) der Fokus auf die historischen Hintergründe, der Entstehung und Entwicklung des Klarinettenregisters als Hauptklangfarbe im Blasorchester gerichtet war, soll in dieser Ausgabe zunächst auf die Problematik der geschickten, optimalen Instrumentation und des klugen Einsatzes des Klarinettenregisters im Blasorchester eingegangen werden. Zusätzlich sollen Antworten gefunden werden auf folgende Fragen:

  • Welche Literatur ist für die Entwicklung des Klarinettenregisters im Blasorchester hilfreich? 
  • Was kann in den jeweiligen Kompositionen umgestellt oder verbessert werden, um die wichtige Klangfarbenvielfalt der Klarinetten hervorzuheben oder zu schützen?

Hierzu sollen einige Beispiele aus der einschlägigen Literatur für sinfonische Blasorchester herangezogen werden. 

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