Brass, Orchestra, Wood | Von Stefan Dünser

Wie machen wir uns wieder fit für das Musikerleben?

Fit werden
Cartoon: Martin Rhomberg

Alles war anders. Da waren auf einmal jede Menge neuer Freiräume, aber keine Proben und Konzerte. Unser musikalischer Alltag wurde ein ganz anderer. Vielleicht haben Sie sich auch diesem oder jenem Online-Projekt angeschlossen, dies oder das gespielt, bisweilen auch richtig geübt. Gelegentlich ein Video verschickt. Aber eines war allem gemeinsam: Da war kein Datum, an dem das Geübte auch abgeliefert werden musste. Richtig effizientes Üben war ganz einfach nicht notwendig und wurde hinten angestellt.

Wir fragen uns jetzt vielleicht: Wie fühlt es sich an, wieder vor Publikum zu spielen, oder wie schaffe ich es, in den ersten Proben nach der Öffnung wieder fit zu sein, vor den Kolleginnen und Kollegen zu bestehen?

Ein bekannter Profitrompeter berichtete mir kürzlich: “Ich bin total verunsichert, ich musste einen Psychologen bitten, mir zu helfen, meine plötzlich aufkeimende Angst vor künftigen Auftritten zu bekämpfen.” So weit sollte es nicht kommen. Also, was tun?

Zwei Bereiche stellen uns nun vor Herausforderungen: Wie erlangen wir wieder bläserische Fitness und psychische Ausgeglichenheit?

Für den Beginn ein Satz, der Sie trösten und stärken könnte: Wir müssen nicht gleich ausgezeichnet spielen, sondern wir dürfen sehr behutsam und langsam wieder ins Spielen reinkommen. Wenn wir uns das auch gegenseitig zugestehen, werden die ersten gemeinsamen Proben und Konzerte ein Vergnügen.

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