Orchestra | Von Renold Quade

“Dave Brubeck: It’s About Time” im Arrangement von Charles Sayer

Brubeck
Das Dave Brubeck Quartet 1990 in New York. Foto: Renold Quade

“Time out” aus dem Jahre 1959 und “Time further out” im Jahre 1961 waren zwei Studio­alben, die das legendäre “Dave Brubeck Quartet” in der Besetzung mit Dave Brubeck am Klavier, Paul Desmond am Altsaxofon, Eugene Wright am Kontrabass und Joe Morello am Schlagzeug in den New Yorker Columbia Studios aufgenommen hatte. Die Alben entstanden in der Zeit, die man in der Jazzgeschichte mit “Cool Jazz” und “West Coast Jazz” beschreibt.

Schon 1958, zurück von einer vom US-Außenministerium gesponserten Europa-Asien-Tour mit 80 Konzerten in 14 Ländern, darunter auch Deutschland, die Türkei, Iran, Irak, Indien, Pakistan und Afghanistan, entstand das Album “Jazz Impressions of Eurasia”. Auf dem Folgealbum “Time out” experimen­tierte man mit bislang nicht berührten Musik­stilen. Ein zusätzlicher Antrieb war zudem das Interesse der Band, sich mit ungewöhnlichen Taktarten zu befassen.

Dabei etablierten sie, mehr oder weniger zufällig, auch den ⁵/₄-Takt im Jazz. Mit “Take Five” – komponiert nach Ideen von Saxofonist Paul Desmond, die die Band dann nur noch zusammensetzte – und der Auskopplung im Jahre 1961 gelang ein sensationeller Erfolg: “Meist verkaufte Jazz-Single aller Zeiten”. “‘Take Five’ war nie als Hit geplant. Der Titel sollte lediglich Joe Morellos Schlagzeugsolo in dieser Produktion sein”, erzählte Paul Desmond später in vielen Interviews. 

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