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Improvisation: Mythos für Spezialisten oder Spaßbringer für alle?

Improvisation: Mythos für  Spezialisten oder Spaßbringer für alle?

Bei kaum einem Thema gehen die Meinungen so weit auseinander: Improvisation. Die meisten Musiker bewundern zwar die Künstler, die es in der Improvisation zur wahren Meisterschaft gebracht haben, entwickeln jedoch selbst geradezu panische Angst vor Situationen, in denen sie, wenn auch nur für wenige Takte, zum Improvisieren aufgefordert werden. 

“Was soll ich denn da bloß spielen?”, “Da fällt mir doch spontan nie was Gescheites ein!”, “Kannst du mir da mal was aufschreiben?”, “Das würde ich so gern können, aber ich weiß doch gar nicht, wie das geht”. Wer hat das noch nicht gehört, oder sogar selbst gesagt?

Dabei hat es doch irgendwie schon jeder, bewusst oder unbewusst, einmal getan. Beim Üben, beim Einspielen vor der Musikprobe, bei der Hausmusik, als kleiner Jux oder gar beim ­gemeinsamen Proben. Für Schlagzeuger oder Tubisten bei der Begleitung von Kollegen ist es meist sowieso nichts Außergewöhnliches. Nicht nur die großen Meister der Improvisation von ­Johann Sebastian Bach über Miles Davis bis Till Brönner sind hier berufen, nein, jeder kann es tun: improvisieren! 

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Instrumente, Verlage, Veranstalter. Zur Lage der Branche

Instrumente, Verlage, Veranstalter. Zur Lage der Branche

Beim ersten Lockdown zeigte sich die Kultur – wie vermutlich die Mehrheit der Bevölkerung – noch einigermaßen entspannt. Dieses Virus würde ja bald bezwungen sein und “da muss man jetzt eben durch”. Der erste Lockdown ist nun über ein Jahr her und entspannt ist im Kulturbereich niemand mehr. Über 365 Tage nahezu ohne Auftritte und dementsprechend ohne Einnahmen gehen nicht spurlos an einem vorüber. Die Lage ist ernst.

Das staatliche Hilfsprogramm – 2 Milliarden Euro stehen bereit – klingt zwar großzügig und ist sicherlich auch gut gemeint. Doch wenn man weiß, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr vor Corona noch stolze 170 Milliarden Euro umsetzte, wirkt das wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, zumal der Umsatz der darstellenden Künste um 85 Prozent eingebrochen ist. Die Musikwirtschaft verlor über 50 Prozent ihres Umsatzes. 

Was neben dem Umsatzverlust für die Kulturschaffenden noch viel schlimmer wirkt, ist die fehlende Würdigung ihrer Bedeutung für die Gesellschaft. Den meisten Menschen fehlen die Bühnen, die Säle, die Hallen, in denen Kunst und Kultur präsentiert werden. Was passiert mit einer Gesellschaft, deren vielbeschworener Kitt wegbröckelt? Selbst Audi-Vorstandschef Markus Duesmann hielt in der “Süddeutschen Zeitung” weitere staatliche Förderungen für Automobilhersteller für nicht angemessen. Die Corona-­Krise nage zwar an den Gewinnen in der Branche, die von der Corona-Pandemie verursachten Einschnitte in der Gastronomie oder der Kultur ­seien jedoch viel schlimmer. “Das tut mir super weh. Das ist tragisch. Tragisch ist nicht, dass wir 10 Prozent weniger Umsatzvolumen haben.” Auch der “Spiegel” befürchtete jüngst, dass sich die Kultur “von dieser Abwertung nicht so schnell erholen” wird. 

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Funkstille. Wenn unserer Kultur der Stecker gezogen wird

Funkstille. Wenn unserer Kultur der Stecker gezogen wird

Online hier, digital da, Stream überall. Er­tragen Sie das noch oder lassen Sie die ­Gedanken an Live-Erlebnis von Musik auch wehmütig werden? Gedanken hierzu von Kristin Thielemann. 

Proben, Auftritte, Konzertbesuche – Kultur allerorts. Am Vormittag jagt ein Termin den nächsten, zwischendurch noch ein schneller Abstecher für eine kleine Reparatur beim Instrumentenbauer und ein Gang ins Musik­geschäft, wo wir eine brandneue Noten­ausgabe erstehen. Während wir kurz nach dem Mittagessen im Ticketportal unsere Kreditkartendaten eingeben, um eine Konzertkarte für das geniale Filmmusikkonzert am Wochenende zu erstehen, flattert telefonisch eine Anfrage herein, für ein paar Scheinchen eine Hochzeit musikalisch zu umrahmen. Am Nachmittag finden wir uns bei einem Besuch im Café wieder, wo wir die Musikschul-Freistunde überbrücken und am Abend nach dem Konzert gibt es noch eine Pizza mit den anderen Orchestermitgliedern. 

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Führen Sie Selbstgespräche! Üben üben!

Führen Sie Selbstgespräche! Üben üben!

Herzlich willkommen zur neuen Serie “Üben üben!” bei der in jeder BRAWOO-Ausgabe ein Satz zur Gestaltung bzw. Planung des Übens im Mittelpunkt steht. Die Artikel sind nach Barbara Mintos “Pyramiden-Prinzip” gestaltet: zuerst der Grundgedanke, dann nähere Erläuterungen dazu. Das hat nebenbei auch den Vorteil, dass Sie, liebe Leser, selbst bei schnellem Durchblättern die Kernaussage wahrnehmen.

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Was tun gegen trockene Lippen? Tipps von Malte Burba

Was tun gegen trockene Lippen? Tipps von Malte Burba

Aus der Fülle der Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige heraus, die alle interessieren könnten. Im aktuellen Beitrag geht es um trockene Lippen, um Ausdauer und Tonumfang sowie um Materialvibration bei guten Instrumenten. Wenn Sie eine Frage haben, die auf dieser Seite beantwortet werden soll, dann mailen Sie an: burba(at)brawoo.de

Seit einem Monat nehme ich Roaccutan. Dieses Medikament trocknet meine Lippen sehr stark aus. Ich habe alles probiert: Butter, Bepanthen etc. Mein Spiel funktioniert im Moment überhaupt nicht mehr. Wenn ich angestoßene Läufe spiele, bleiben 50 Prozent der Töne weg oder klingen verbröselt. Wenn ich die Lippen einschmiere und spiele, wird der Tonumfang kleiner und wenn ich die Lippen trocken mache, geht auch nichts mehr. Ich weiß nicht mehr weiter…

Medikamente mit dem Wirkstoff Isotretinoin sind recht beliebt bei von Akne geplagten, hellhäutigen jungen Männern, die sich auch von einer exorbitanten Liste mit zum Teil haarsträubenden Nebenwirkungen nicht abschrecken lassen. Zu den harmloseren Nebenwirkungen gehört leider auch das extreme Austrocknen der Haut, das mit einer übermäßigen Schuppenbildung einhergeht. Was bei normalen Menschen durch Hautcremes entschärft werden kann und einfach nur lästig ist, entwickelt sich bei blechblasenden Menschen zum existenzbedrohenden Desaster: die Lippen schälen sich permanent, auch üppigst dosierte Salben, Öle etc. tragen nicht zur Stabilisierung des Spielens bei. Letztlich kommt es einem so vor, als wolle man mit Flip-Flops das Matterhorn besteigen. Was kann man nun dagegen machen? Nichts – außer leidend abwarten, bis die Behandlung vorbei ist!

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Die Zähne und die Rolle für den Blasmusiker

Die Zähne und die Rolle für den Blasmusiker

Dr. Tobias Schütte ist Kieferorthopäde und Sportzahnarzt im ostwestfälischen Paderborn. Als leidenschaftlicher Trompeter fühlt er sich allerdings auch der Musik verbunden – und deshalb weiß er, dass die Zähne für einen Blasmusiker eine große Rolle spielen.

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“Die aktuellen Lockerungen sind für den Musikbereich ein erster Schritt in die richtige Richtung.”

“Die aktuellen Lockerungen sind für den Musikbereich ein erster Schritt in die richtige Richtung.”

Im Mai vergangenen Jahres verlieh Prof. Dr. Claudia Spahn, Musikermedizinerin aus Freiburg, im BRAWOO-Gespräch der Hoffnung Ausdruck, dass Bläser bald wieder an die Instrumente dürften. Die Zahlen und der nächste Lockdown machten diese dann zunichte. Nach den erneuten Lockerungen vom 8. März sprachen wir erneut mit Prof. Dr. Claudia Spahn über Corona, Aerosole, die anstehenden Test- und Impfstrategien und über Licht am Ende des Tunnels für den Musikbereich.

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