Brass, Orchestra, Wood

Was sind Multiphonics? Das Stichwort

Was sind Multiphonics? Das Stichwort

Die Beherrschung von Mehrklängen ist heute fester Bestandteil der “erweiterten” Spieltechnik bei fortgeschrittenen Bläsersolisten. Was sind Multiphonics?

Auf Blasinstrumenten spielt man einen Ton nach dem anderen – so ist es jedenfalls gedacht. Erfahrene Bläserinnen und Bläser wissen allerdings, dass auf ihrem Instrument auch komplexe Mehrklänge möglich sind. Die Grundlage solcher “Multiphonics” ist das Hervorbringen von zwei Tönen gleichzeitig. Dabei bilden sich – real oder als Illusion im Gehirn des Hörenden – weitere sogenannte Differenz- und Summationstöne. Wenn zwei Blockflöten angeblich “unisono” spielen, hört man solche “Schwebungen” ständig. Als einer der Ersten hat der Geiger Giuseppe Tartini die Differenz­töne beschrieben, wie sie bei Doppelgriffen auf der Geige entstehen – sie heißen daher auch Tartini-Töne. Man unterscheidet zum Beispiel quadratische Differenztöne, die sich zwischen zwei Grundfrequenzen bilden, oder kubische Differenztöne zwischen einem Grundton und dem Oberton eines anderen Grundtons. 

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Brass, Orchestra, Wood

Die App “WDR Big Band Play Along” ist ein Mehrwert

Die App “WDR Big Band Play Along” ist ein Mehrwert

Eine Musik-App – Lernhilfe oder Musizierpartner? Die “WDR Big Band Play Along“-App ist beides, bietet sie doch Nutzerinnen und Nutzern zum einen die Möglichkeit, in ausgewählten Musikstücken des Klangkörpers mitzuspielen, und zum anderen vielfältige Möglichkeiten, die beim Erlernen dieser Werke eine wertvolle Hilfe sind. 

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Brass

Eine Hommage an den Hornisten Dennis Brain

Eine Hommage an den Hornisten Dennis Brain

Ein starkes Jahrzehnt lang war Dennis Brain (1921 bis 1957) der Star-Hornist der Klassikszene. Der junge Engländer spielte das widerspenstige Waldhorn mit einer “elfen­haften” Leichtigkeit und Fehlerlosigkeit, die man bis dahin nicht gekannt hatte. Fach­leute attestierten ihm eine absolute Sonderstellung als Hornist. “Niemand kann sich mit ihm vergleichen”, sagte beispielsweise der Dirigent Eugene Ormandy.

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Brass

Moop Mama haben das letzte Wort

Moop Mama haben das letzte Wort

Die Serie “Sie haben das letzte Wort” ist zwar in Interview-Form gehalten, soll aber einmal andere Fragen beinhalten als man sie aus “normalen” Interviews kennt. Durch ungewöhnliche und nicht alltägliche Fragen will die Redaktion Neues von Moop Mama – von Martin Hutter, Menzel Mutzke (beide Trompete) und Peter Palmer (Posaune) erfahren.

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Brass, Orchestra

Warum wir die Musik so sehr brauchen. Jupiter-Workshop für Blasmusiker

Warum wir die Musik so sehr brauchen. Jupiter-Workshop für Blasmusiker

Der Wert gewisser Dinge erschließt sich oft dann besonders klar und eindringlich, wenn sie uns fehlen: beispielsweise beim Verlust eines geliebten Menschen, dem Ausbleiben von Erwartungen oder der Absenz von Gewohnheiten. Gerade in Zeiten des corona­bedingten Lockdowns, in denen uns gemeinsames Proben und Musizieren oder gar Konzerte aus sicher berechtigten Gründen versagt sind, spüren wir den Verlust von Musik ganz intensiv und grundlegend.

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Brass

Warum verkrampfen die Hände? Tipps von Malte Burba

Warum verkrampfen die Hände? Tipps von Malte Burba

Aus der Fülle der Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige heraus, die alle interessieren könnten. Im aktuellen Beitrag geht es um Bruxismus, um verkrampfte Hände, das Anstoßen sowie um Tonleiterübungen. Wenn Sie eine Frage haben, die auf dieser Seite beantwortet werden soll, dann mailen Sie an: burba(at)brawoo.de

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Scott Hamilton und Co.: Ein Retrotrend vor 40 Jahren

Scott Hamilton und Co.: Ein Retrotrend vor 40 Jahren

Der Bassist Monty Budwig staunte einst über den fast 30 Jahre jüngeren Saxofonisten Scott Hamilton. “Wo hat er das nur alles aufgeschnappt? Er muss ja Ben Webster und Coleman Hawkins schon mit drei Jahren gehört haben.”

In der Geschichte des Jazz gab es immer wieder Bemühungen, ältere Stile neu zu beleben, wenn auch meist unter veränderten Vorzeichen. Um 1940 z.B. entdeckte das Studentenpublikum von San Francisco den frühesten Jazz wieder. Damals entstand – gegen den kommerzialisierten Bigband-Swing – die Dixieland-Bewegung. Um 1950 haben die Cool Jazzer dem harschen, abstrakten Bebop eine Rückwendung ins Melodische und Weiche verpasst. Ein paar Jahre später wurde der Bebop dann von den Hardboppern harmonisch und formal vereinfacht und in Blues und Gospel geerdet. 

In den 1970er Jahren schließlich – nach den Erschütterungen durch Free und Fusion – hat man irgendwann die Tugenden des swingenden Mainstream-Jazz wieder ausgegraben. In Kalifornien entstanden damals zwei wichtige Jazzlabels, die sich ganz der Tradition verschrieben: Pablo Records und Concord Records. Die Protagonisten dieses Retro-Trends waren die Pioniere von einst – Swing-, Bop- und Cool-Veteranen wie Count Basie, Dave Brubeck, Duke Ellington, Herb Ellis, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Milt Jackson, Oscar Peterson oder George Shearing. Die Neubelebung des swingenden Mainstream-Jazz verbanden sie dabei mit aktuellen Tendenzen wie dem schlagzeuglosen Solo-, Duo- oder Triospiel. Nach nur wenigen Jahren schlossen sich erstaunlicherweise auch junge Musiker diesem Mainstream-Trend an – und dies mit einer Retro-Rigorosität, die geradezu anachronistisch wirkte. Der erste junge Held dieses “New Swing” hieß Scott Hamilton.

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