Brass

Trompeter Sandro Hirsch zwischen Struktur und Chaos

Trompeter Sandro Hirsch zwischen Struktur und Chaos

Der Trompeter Sandro Hirsch ist Solist, Kammermusiker und Pädagoge. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart. Er engagiert sich für Straßenkinder in Ruanda und fördert die zeitgenössische Musik. Eine CD hat er auch schon auf den Markt gebracht. Nun wurde der 25-Jährige als Solo-Trompeter von den Bamberger Symphonikern engagiert – direkt nach dem Studienabschluss. Wie er das geschafft hat, erzählt der Musiker bei unserer Begegnung während der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Wir sitzen bei Nieselregen unter einer alten Linde, im Park eines altehrwürdigen Gutshauses.

weiterlesen »
Brass

Was bringt der ERGO-Brass?

Was bringt der ERGO-Brass?

Grundsätzlich bin ich aus meiner rustikal, dörflichen Musikvereinssozialisation heraus skeptisch gegenüber Spielhilfen für die Trompete. Und auch während des Studiums hat sich nichts daran geändert, heften doch einigen Spielhilfen einem Wunder gleichkommende Eigenschaften an, die versprechen, dass das Üben, die Arbeit mit dem Instrument, quasi von alleine gehen. Gelegentlich muss man sich aber auch überprüfen, ob es nicht doch sinnvolle Gerätschaften gibt. Da gibt es den ERGO-Brass beispielsweise. Ein Erfahrungsbericht.

weiterlesen »
Brass, Orchestra

Christian Muthspiel über das Orjazztra

Christian Muthspiel über das Orjazztra

Wenn ein Künstler, dessen Arbeitsfeld die kleine Jazzband und das Sinfonieorchester, die Soloperformance und das multimediale Musiktheater umspannt, seinen 60. Geburtstag feiert, dann lässt man es tonträgertechnisch ordentlich krachen. Mit gleich zwei Doppel-CDs geht der Österreicher Christian Muthspiel an den Start. Die Doppel-Alben heißen “Homecoming” und “Diary”. Wir haben uns mit Christian Muthspiel noch vor der großen Party unterhalten. 

Wir erreichen Christian Muthspiel telefonisch. Ursprünglich war ein Treffen in München geplant, wo er Anfang August im Rahmen des “Out of the box”-Festivals seine “Riesenradoper Umadum” dirigieren sollte. Doch “das Münchner Riesenrad-Projekt ist in seiner Dimension und den technischen Herausforderungen eine extreme Challenge, und deshalb erlaubt der dichte Proben- und Vorstellungsplan keinen Termin, den ich im Vorhinein guten Gewissens zusagen kann.”

Der gesamte Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.
Anmelden Jetzt abonnieren!
Brass, Orchestra, Wood

Was bringen Klopftechniken für Musiker?

Was bringen Klopftechniken für Musiker?

Beim jüngsten Forum “Musik & Medizin” auf Schloss Kapfenburg hielt Dr. med. Antonia Pfeiffer einen Vortrag über Klopftechniken. Zu diesem Thema hat die in Hannover praktizierende Ärztin nun auch ein Buch geschrieben: “Emotionale Erinnerung – Klopfen als Schlüssel für Lösungen: Neurowissenschaftliche Wirkhypothesen der Klopftechniken”. Was hat es damit auf sich?

Der Untertitel “Reden reicht nicht!?” ist der Name der Buch-Reihe, in dem das Buch im Carl-Auer Verlag erschienen ist und zugleich der Name des Psychotherapie-­Kongresses “Reden reicht nicht!?”, der in diesem Jahr wieder in Würzburg stattfinden wird. Der Name drückt aus, erklärt Antonia Pfeiffer, “was viele Therapeuten in der Arbeit mit großen Emotionen feststellen: Dass hier das Reden oft tatsächlich nicht reicht und es hilfreich ist, körper­liche Methoden zur Emotionsregulation in den Prozess zu integrieren”. Wir haben trotzdem mit Dr. med. Antonia Pfeiffer geredet.

Der gesamte Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.
Anmelden Jetzt abonnieren!
Brass, Orchestra, Wood

Wie integriere ich die Haltung ins Musizieren?

Wie integriere ich die Haltung ins Musizieren?

“Sitz gerade!”, “Achte auf deine Haltung!” Diese Aufforderungen kennen wir alle und geben unser Bestes gerade zu sitzen, optimal zu stehen, das Instrument ordentlich zu halten, dabei richtig zu atmen, die Intonation zu halten, technisch präzise zu spielen, dem Dirigat akkurat zu folgen und gemeinsam zu Musizieren. Alles gleichzeitig, konzentriert und musikalisch umzusetzen ist ambitioniert. Es grenzt beinah an das Unmögliche. Denn das Gehirn ist in seiner Konzentrationsfähigkeit auf wenige Fokusse begrenzt. Berechtigt stellt sich hier die Frage: wie lässt sich dann eine optimale Haltung in das Musizieren integrieren?

Eine gute Haltung entsteht durch einen Plan, der im Steuerungszentrum des Körpers – dem Gehirn – entsteht. Hier ist der gesamte Körper wie auf einer grauen Landkarte zum frei rubbeln repräsentiert. Setzen wir uns bewusst mit unserer Haltung z.B. mit dem Fokus auf den Rumpf auseinander, wird dieser Bereich auf der Landkarte frei gerubbelt. Je mehr wir über die Funktionsweise eines Körperbereiches wissen und mit aktiven Übungen erlebt und verinnerlicht haben, desto farbiger leuchten diese Gebiete auf der Körper-Landkarte z.B. in Form neuer Bewegungsmuster. Denn jede Information und jede Wiederholung sendet Reize an das Gehirn. Je häufiger ein Reiz erscheint, desto mehr entwickelt sich das Bewusstsein und das Gedächtnis für diese Bewegung.

Der gesamte Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.
Anmelden Jetzt abonnieren!
Brass

Alison Balsom mit neuem Repertoire für Trompete

Alison Balsom mit neuem Repertoire für Trompete

Natürlich hat sie das Fußballspiel angeschaut. Und natürlich hat sie gejubelt, als England das Finale der Fußball-EM für sich entscheiden konnte. Vermutlich hätte sich Alison Balsom auch gefreut, wenn Deutschland gewonnen hätte, denn was sie besonders beeindruckte, waren die Atmosphäre, der Enthusiasmus, die Freude, die vom Fußball und dem Drumherum ausgingen. Atmosphäre, Enthusiasmus, Freude – das trifft auch auf die Musik zu. Auf das aktuelle Album “Quiet City” der Engländerin definitiv. 

weiterlesen »
Brass

Übetipps von Reinhold Friedrich

Übetipps von Reinhold Friedrich

Übetipps können interessant sein, wenn sie von genialen Künstlern kommen. Viel spannender ist allerdings die Philosophie, die dahintersteckt: Es sind die Erzählungen, warum sich eine Übe-Routine in die eine oder andere Richtung entwickelt hat und warum ein Künstler gewisse Methoden bevorzugt. Denn diese Erfahrungen sind eine großartige Inspiration, das Üben weiterzuentwickeln, aber auch für Schülerinnen und Schüler neue Impulse zu erhalten. Denn eines dürfte klar sein: Bei allen Gemeinsamkeiten gibt es doch kein Patentrezept, das man sich von einem Künstler abschauen kann und das auf jeden passt. 

Es ist 19:45 Uhr. Mein Handy meldet eine eingegangene SMS. “Bin gerade mit meinem Leihwagen beschäftigt. Wird ein bisschen später.” Reinhold Friedrichs Terminkalender ist wie immer gut gefüllt: Zwischen seiner Unterrichtstätigkeit an der Musikhochschule Karlsruhe und in Spanien, gibt er Meisterkurse in vielen anderen Ländern der Welt und spielt seit Jahren eine dreistellige Zahl von Konzerten. Es gibt Monate, in denen er gar nicht Zuhause ist und nur »aus dem Koffer« lebt. Gerade jetzt, im Sommer 2022, ist er auf dem Sprung nach Spanien, wo er gemeinsam mit seiner Frau, der Pianistin Eriko Takezawa-Friedrich unterrichten und konzertieren wird; im Anschluss daran wartet das Lucerne Festival Orchestra auf den Ausnahme-Solisten. 

weiterlesen »
Brass

Was bringen Betablocker? Tipps von Malte Burba

Was bringen Betablocker? Tipps von Malte Burba

Von den Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige heraus, die alle interessieren könnten. Im aktuellen Beitrag geht es um die “Kernsanierung” bei einer Schülerin, “bei der nichts stimmt”, Betablocker und darum, warum man jeden Tag auch in der Kontraoktave üben sollte. Wenn Sie eine Frage haben, die Malte Burba auf dieser Seite beantworten soll, dann mailen Sie an: burba(at)brawoo.de

Neulich habe ich zum ersten Mal unter Betablocker gespielt und war überrascht, wie wenig nervös ich war. Kann man überhaupt gut öffentlich spielen ohne medikamentöse Unterstützung?

Angst ruft bei den meisten Lebewesen verstärkte vegetative Reaktionen hervor, die unter Umständen für die aktuelle Aufgabe unangemessen sind, in unserem Falle vor allem eine kollabierende Atmung. Durch Übung kann man diese aber im Laufe der Zeit sehr wohl unter Kontrolle bringen, was immer besser ist, als chemisch den Körper manipulieren zu wollen! Wenn Sie zum Beispiel ein Pferd erschrecken, wird es durchgehen, also erst einmal davonlaufen. Die Pferde, die von der Polizei bei Großveranstaltungen eingesetzt werden, hat man auch nicht mit Medikamenten vollgestopft, sondern sie wurden dahingehend trainiert, den evolutionären Reflexen nicht auf den Leim zu gehen. Wenn ein Pferd so etwas lernen kann, dann sollte das auch für Sie kein unüberwindbares Problem sein!

Der gesamte Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.
Anmelden Jetzt abonnieren!
Brass

Mit Mundstück üben – und wie man Fehler vermeidet

Mit Mundstück üben – und wie man Fehler vermeidet

Für Generationen von Blechbläserinnen und Blechbläsern war das Üben mit dem Mundstück ein wesentlicher Aspekt ihrer Übe­routine. Mittlerweile ist es bei vielen Mu­sizierenden aber in Verruf geraten. Rémi ­Gaché findet, dass es sich trotzdem lohnt – wenn man dabei fünf entscheidende Fehler vermeidet!

weiterlesen »
Brass

Das Flügelhorn. Das Stichwort

Das Flügelhorn. Das Stichwort

Zur Familie der “Bügelhörner” gehören Althorn, Tenorhorn und Baritonhorn (bzw. Eufonium) sowie die Basstuba und die Kontrabasstuba. Jetzt fehlt nur noch das Sopran-Instrument – das eben ist das Flügelhorn. 

weiterlesen »