Brass, News

Thema Tuba: 3 Fragen an Wilfried Brandstötter

Thema Tuba: 3 Fragen an Wilfried Brandstötter

Die Tuba ist das Instrument des Jahres 2024. Sie ist “der Höhepunkt der Schöpfung”, wie Andreas Martin Hofmeir kürzlich in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten meinte. In der BRAWOO – Brass Wood Orchestra werden wir dem Instrument ebenso Respekt zollen und Platz einräumen. Und stellen Wilfried Brandstötter 3 Fragen…

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Brass

Die Tubistin Carol Jantsch

Die Tubistin Carol Jantsch

Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, dass Carol Jantsch in Markneukirchen den Inter­nationalen Instrumentalwettbewerb gewonnen hat und damit der Leserschaft dieser Zeitschrift erstmals aufgefallen ist. Kurz danach wurde sie bereits Solo-Tubistin des Philadelphia Orchestra. In »Philly« erwischen wir sie dann auch endlich zum Video-Interview. 

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Brass

Warum so unfreundlich, Malte Burba?

Warum so unfreundlich, Malte Burba?

Von den Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige heraus, die alle interessieren könnten. Im aktuellen Beitrag geht es um das Pedaltöne, Anstoß, das Saxofon von James Morrison und Malte Burba ruppigen Umgangston. Wenn Sie eine Frage haben, die Malte Burba auf dieser Seite beantworten soll, dann mailen Sie an: burba(at)brawoo.de

Ich habe erlebt, dass Sie auf Kursen und im Umgang mit Ihren Studierenden einen recht ruppigen Umgangston pflegen. Ist es an Ihnen vorbeigegangen, dass die autoritären und undemokratischen Zeiten vorüber sind?

Zunächst einmal: Was ruppig ist, wird regional und altersbedingt sehr unterschiedlich wahrgenommen. Und dann ist Kunst im Kollektiv (Orchester, Band etc.) per se immer undemokratisch. Das sollte man verstanden haben, bevor man sich darauf einlässt. Aber eigentlich geht es mir um etwas anderes: Wenn Sie schon zimperlich auf äußeren Gegenwind reagieren, werden Sie erst recht Probleme mit den viel relevanteren inneren Anfeindungen bekommen, die Sie mit Selbstzweifeln und Versagens­ängsten in allen Bereichen noch viel mehr limitieren oder gar komplett paralysieren können. Anstelle sich also über einen vermeintlich ruppigen Umgangston zu mokieren, wäre es für Sie mit Sicherheit förderlicher, sich ein dickeres Fell zuzulegen, und zwar nach außen und nach innen!

Ich spiele seit vielen Jahren Saxofon und möchte jetzt auch noch Trompete lernen. Davon wurde mir abgeraten, obwohl James Morrison und viele andere es doch auch machen und können. Was halten Sie davon?

Die umgekehrte Frage hatten wir in der vergangenen Ausgabe. Es scheint also ein beliebtes Spiel zu sein: Wenn man mit einem Instrument nicht weiter kommt, sucht man sich ein neues. Blöderweise wird man auch da bald auf die gleichen Probleme stoßen und würde am liebsten gleich wieder die Flucht zum nächsten In­strument ergreifen, und so weiter. Machen Sie sich doch bitte klar, dass auch bei einem neuen Instrument, das Sie lernen, das größte Problem immer Sie selbst sind!

An Ihrer Stelle würde ich es demnach bevorzugen, wenigstens ein Instrument ordentlich spielen zu können, anstelle zwei nur mäßig. Und Ihr Vergleich mit Morrison hinkt natürlich: Es macht (wie zum Beispiel auch beim Sprachenlernen) einen eklatanten Unterschied, ob Sie bereits mit mehreren Instrumenten (Sprachen) zusammen aufwachsen oder sich erst in fortgeschrittenem Alter für ein zusätzliches Instrument entscheiden.

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Brass, News

1. Brass Spectrum Festival im April in Dresden

1. Brass Spectrum Festival im April in Dresden

Eigentlich kann es gar nicht genug Musikfestivals geben. Ein weiteres steht nun in Dresden in den Startlöchern: Das 1. Brass Spectrum Festival. Wenn man also für einen Besuch Dresdens noch einen Grund gebraucht hätte – bitteschön. Das Festival wird am 5. und 6. April in den Räumen der HfMDD stattfinden und verspricht ein abwechslungsreiches Erlebnis für alle Blechbläserfreunde zu werden. An diesem Wochenende wollen die Veranstalter zeigen, was die Blechbläserinnen und Blechbläser der HfMDD zu bieten haben. Wir haben beim Posaunenprofessor Jan Donner einmal nachgefragt.

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Brass

Thema Tuba: 3 Fragen an Daniel Ridder

Thema Tuba: 3 Fragen an Daniel Ridder

Die Tuba ist das Instrument des Jahres 2024. Sie ist “der Höhepunkt der Schöpfung”, wie Andreas Martin Hofmeir kürzlich in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten meinte. In der BRAWOO – Brass Wood Orchestra werden wir dem Instrument ebenso Respekt zollen und Platz einräumen. Und stellen Daniel Ridder 3 Fragen…

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Die Posaunistin Shannon Barnett

Die Posaunistin Shannon Barnett

Sie gewann den WDR Jazzpreis und den Deutschen Jazzpreis, spielte fünf Jahre lang in der WDR Big Band und ist seit 2019 Professorin in Köln. Die Presse lobt Shannon Barnett als “posaunistische Urgewalt” und “eine der aufregendsten Improvisatorinnen”.

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Brass

Zum 100. Geburtstag von J.J. Johnson

Zum 100. Geburtstag von J.J. Johnson

Er war “der definitive Meister der Posaune des 20. Jahrhunderts”, sagt der Posaunist Steve Turre. “Alle, die wir heute Jazzposaune spielen, würden anders spielen, wenn es J.J. Johnson nicht gegeben hätte.”Es lief gut für James Louis Johnson, genannt “Jay Jay”. Mit 14 Jahren hatte er zur Posaune gefunden, drei Jahre später war er bereits Profimusiker in einer Bigband, mit 18 Jahren wurde er Sideman bei Benny Carter, der eines der führenden amerikanischen Swing-Orchester leitete – bei ihm spielte Johnson sein erstes Solo für eine Plattenaufnahme. Mit 20 Jahren wurde er als Solist zum Debütkonzert von “Jazz at the Philharmonic” in Los Angeles eingeladen. Danach ging er in die weltberühmte Band von Count Basie. So hätte seine Karriere weitergehen können. 

Aber kurz nach dem Krieg hörte Johnson von einem neuartigen Combo-Jazz, der in New York gespielt wurde – das weckte (nach fünf Jahren Bigband-Swing) seine Neugierde. “Ich hörte von Dizzy Gillespie und Charlie Parker und interessierte mich dafür – so sehr, dass ich Basies Band verließ, um nach New York zu gehen und mehr über diese neue Jazz-Spielart zu erfahren, die man Bebop nannte. Ich übte schon mal Techniken auf der Posaune, die dazu passen könnten. Und Dizzy Gillespie hat mich dann ermutigt und unterstützt.”

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Brass, Wood

Soll ich als Trompeter Saxofon lernen, Malte Burba?

Soll ich als Trompeter Saxofon lernen, Malte Burba?

Von den Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige heraus, die alle interessieren könnten. Im aktuellen Beitrag geht es um das Saxofon, Talent, Überbiss und Fremdwörter. Wenn Sie eine Frage haben, die Malte Burba auf dieser Seite beantworten soll, dann mailen Sie an: burba(at)brawoo.de

Ist es kontraproduktiv oder gar “empfehlenswert”, wenn man als Trompeter nun zusätzlich Saxofon spielen möchte?

Warum wollen Sie eine Portion Kaviar zugunsten einer Tütensuppe verschmähen? Warum wollen Sie also unbedingt Saxofon spielen, obwohl Sie ja das eigentlich schon allerbeste Instrument von allen spielen? Und ist nicht allein das Beherrschen eines einzigen Instrumentes schon eine ausfüllende Lebensaufgabe? Sei‘s drum: es ist weder schädlich noch unbedingt empfehlenswert, aber wenn es denn unbedingt sein muss, sollten Sie, um Irritationen zu vermeiden, anfänglich immer erst nach der Trompete zum Saxofon greifen.

Und weil ein neues Instrument nicht bestehende Probleme löst, sondern eher neue schafft, sollten Sie ab und zu selbstkritisch an den Satz denken: Es hat jeder seine Methode, sich das Leben schwer zu machen!

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Brass

Hermann Baumann im Alter von 89 Jahren verstorben

Hermann Baumann im Alter von 89 Jahren verstorben

1934, ein Jahr bevor Hamburgs immer noch berühmter Park “Planten und Blomen” eröffnet wird, erblickt in der alten Hansestadt Hermann Baumann das Licht der Welt. Der klavierspielenden Mutter fällt das musikalische Talent ihres Sohnes früh auf. Der Vater, ein Arzt, und Großvater, Organist, raten dem musikbegeisterten und häufig singenden Jungen, zunächst einmal eine Laufbahn als Lehrer einzuschlagen. In seiner Kindheit und Jugend erhält er Klavier- und Cellounterricht, spielt Schlagzeug in verschiedenen Bands und kommt erst mit 17 Jahren mehr durch einen Zufall zum Horn – das Instrument, welches er mit seinem Wirken verändern und revolutionieren wird. In den Nachkriegsjahren dirigiert er einen Männerchor, macht Tanzmusik und erlernt das Hornspiel bei einem Postbeamten, der vor dem Krieg an der Hamburger Hochschule studiert hat. 18-jährig, zu diesem Zeitpunkt neben seinen musikalischen Tätigkeiten immer noch Schüler, bekommt er von seinem Vater ein Kruspe F-Horn geschenkt. 

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Brass

Tuba ist Instrument des Jahres 2024!

Tuba ist Instrument des Jahres 2024!

Es ist so weit: Das tiefste Blech ist an der Reihe – die Tuba wird das Instrument des Jahres 2024! Die Tuba wurde 1835 für eine satte Basslage in Militärkapellen vom “Kammer­musikus Wilhelm Wieprecht und dem Hof-Instrumentenmacher Johann Gottfried Moritz zu Berlin” erfunden. Dort hörte sie wenig später auch der durchreisende Komponist Hector Berlioz und war hingerissen: Der Effekt, den eine große Zahl Basstuben in einer Militärkapelle mache, sei jenseits jeder Vorstellung. Richard Wagner begegnete dem Instrument in der Pariser Werkstatt des Saxofon-Erfinders Adolphe Sax, weitere Komponistinnen und Komponisten folgten.

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