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Michaela Neuwirth über ihr Album “November Songs”

Michaela Neuwirth über ihr Album  “November Songs”

“November Songs” heißt das aktuelle Album des Duo LumiMare. Die Flötistin Michaela Neuwirth und Mathias Schabow am Klavier haben die Platte im vergangenen Herbst eingespielt. Corona stand zwar Pate – doch das Album ist nicht nur melancholisch gefärbt. 

Klar, der Titel der CD klingt erst einmal nach Herbst, nach Regen. “And it’s hard to hold a candle in the cold November rain” singen beispielsweise Guns N’ Roses. Doch dem ist nicht so. Das Album ist nicht aus einer Melancholie heraus entstanden. “Dass das Album entstanden ist, hat aber schon mit Corona zu tun”, erklärt Michaela Neuwirth. Und zwar schlicht aus dem Grund, “weil wir mehr Zeit hatten”. Keine Konzerte standen auf der Agenda und tatenlos in den vier Wänden zu sitzen war keine Alternative. “Wir wollten weiterhin kreativ bleiben und haben die Zeit genutzt, das schon länger geplante Album einzuspielen. Wir hatten schon länger vor, mit Elektronik zu ar­beiten. Die Melancholie hat sich irgendwie so ­ergeben…”

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Was sind Multiphonics? Das Stichwort

Was sind Multiphonics? Das Stichwort

Die Beherrschung von Mehrklängen ist heute fester Bestandteil der “erweiterten” Spieltechnik bei fortgeschrittenen Bläsersolisten. Was sind Multiphonics?

Auf Blasinstrumenten spielt man einen Ton nach dem anderen – so ist es jedenfalls gedacht. Erfahrene Bläserinnen und Bläser wissen allerdings, dass auf ihrem Instrument auch komplexe Mehrklänge möglich sind. Die Grundlage solcher “Multiphonics” ist das Hervorbringen von zwei Tönen gleichzeitig. Dabei bilden sich – real oder als Illusion im Gehirn des Hörenden – weitere sogenannte Differenz- und Summationstöne. Wenn zwei Blockflöten angeblich “unisono” spielen, hört man solche “Schwebungen” ständig. Als einer der Ersten hat der Geiger Giuseppe Tartini die Differenz­töne beschrieben, wie sie bei Doppelgriffen auf der Geige entstehen – sie heißen daher auch Tartini-Töne. Man unterscheidet zum Beispiel quadratische Differenztöne, die sich zwischen zwei Grundfrequenzen bilden, oder kubische Differenztöne zwischen einem Grundton und dem Oberton eines anderen Grundtons. 

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Die App “WDR Big Band Play Along” ist ein Mehrwert

Die App “WDR Big Band Play Along” ist ein Mehrwert

Eine Musik-App – Lernhilfe oder Musizierpartner? Die “WDR Big Band Play Along“-App ist beides, bietet sie doch Nutzerinnen und Nutzern zum einen die Möglichkeit, in ausgewählten Musikstücken des Klangkörpers mitzuspielen, und zum anderen vielfältige Möglichkeiten, die beim Erlernen dieser Werke eine wertvolle Hilfe sind. 

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Vielseitig aber unterschätzt. Sophie Dervaux und Theo Plath über das Fagott

Vielseitig aber unterschätzt. Sophie Dervaux und Theo Plath über das Fagott

Fast zeitgleich kamen die Pressemitteilungen rein, mit denen Sophie Dervaux und Theo Plath ihre Solo-Alben ankündigten. Beide mit ähnlichem Repertoire, beide mit einem Pianisten an ihrer Seite. Sophie Dervaux mit “Impressions” (Berlin Classics), Theo Plath mit “Lost Times” (CAvi). Gute ­Voraussetzungen für ein Doppelinterview. Via Videoschalte sprachen wir über den ARD-Musikwettbewerb, das Repertoire und warum das Fagott das vielseitigste und trotzdem unterschätzte Instrument ist.

Kennt man sich in der “Fagottszene” eigentlich? Läuft man sich da gelegentlich über den Weg?

Sophie Dervaux: Ja schon, Theo und ich haben uns in Finnland zum ersten Mal getroffen. Das muss 2010 oder 2011 bei einem Wettbewerb gewesen sein. Der Theo hat damals gewonnen und ich war knapp dahinter.

Was ist eigentlich so faszinierend an dem Instrument? Das Fagott ist ja nicht zwingend das Standardinstrument, mit dem man als Kind anfängt, oder? 

Sophie: Ich habe nicht einmal gewusst, was ein Fagott ist. Ich habe mit Gitarre angefangen, ­wollte aber lieber mit anderen Kindern spielen, denn mit der Gitarre war ich eigentlich immer ­allein. Wir hatten eine alte Klarinette zu Hause. Damit habe ich dann angefangen und erst viel später das Fagott kennengelernt. Mein Bruder hatte mich gebeten, mit zu einer Fagott-Vorstellung zu kommen. Statt meinem Bruder kam ich dann mit dem Fagottwunsch nach Hause. Mein Bruder hat dann Posaune gelernt.

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Karin Bonelli über Probespiele und ihre Karriere

Karin Bonelli über Probespiele und ihre Karriere

Karin Bonelli wurde 2012 mit gerade einmal Anfang 20 als erste Frau in die Bläsersektion der Wiener Philharmoniker aufgenommen. Wie wird man so jung schon so erfolgreich? Wir sprachen mit der Flö­tistin über ihre musikalische Laufbahn, warum ihr das Thema ­Probespiel-Vorbereitung so wichtig ist und ihr neuestes Projekt, die Penthesilea Academy.

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Scott Hamilton und Co.: Ein Retrotrend vor 40 Jahren

Scott Hamilton und Co.: Ein Retrotrend vor 40 Jahren

Der Bassist Monty Budwig staunte einst über den fast 30 Jahre jüngeren Saxofonisten Scott Hamilton. “Wo hat er das nur alles aufgeschnappt? Er muss ja Ben Webster und Coleman Hawkins schon mit drei Jahren gehört haben.”

In der Geschichte des Jazz gab es immer wieder Bemühungen, ältere Stile neu zu beleben, wenn auch meist unter veränderten Vorzeichen. Um 1940 z.B. entdeckte das Studentenpublikum von San Francisco den frühesten Jazz wieder. Damals entstand – gegen den kommerzialisierten Bigband-Swing – die Dixieland-Bewegung. Um 1950 haben die Cool Jazzer dem harschen, abstrakten Bebop eine Rückwendung ins Melodische und Weiche verpasst. Ein paar Jahre später wurde der Bebop dann von den Hardboppern harmonisch und formal vereinfacht und in Blues und Gospel geerdet. 

In den 1970er Jahren schließlich – nach den Erschütterungen durch Free und Fusion – hat man irgendwann die Tugenden des swingenden Mainstream-Jazz wieder ausgegraben. In Kalifornien entstanden damals zwei wichtige Jazzlabels, die sich ganz der Tradition verschrieben: Pablo Records und Concord Records. Die Protagonisten dieses Retro-Trends waren die Pioniere von einst – Swing-, Bop- und Cool-Veteranen wie Count Basie, Dave Brubeck, Duke Ellington, Herb Ellis, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Milt Jackson, Oscar Peterson oder George Shearing. Die Neubelebung des swingenden Mainstream-Jazz verbanden sie dabei mit aktuellen Tendenzen wie dem schlagzeuglosen Solo-, Duo- oder Triospiel. Nach nur wenigen Jahren schlossen sich erstaunlicherweise auch junge Musiker diesem Mainstream-Trend an – und dies mit einer Retro-Rigorosität, die geradezu anachronistisch wirkte. Der erste junge Held dieses “New Swing” hieß Scott Hamilton.

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Setzen Sie sich Ziele mit PIDE­WaWa! Üben üben!

Setzen Sie sich Ziele mit PIDE­WaWa! Üben üben!

Herzlich willkommen zur neuen Serie “Üben üben!” bei der in jeder BRAWOO-Ausgabe ein Satz zur Gestaltung bzw. Planung des Übens im Mittelpunkt steht. Die Artikel sind nach Barbara Mintos “Pyramiden-Prinzip” gestaltet: zuerst der Grundgedanke, dann nähere Erläuterungen dazu. Das hat nebenbei auch den Vorteil, dass Sie, liebe Leser, selbst bei schnellem Durchblättern die Kernaussage wahrnehmen.

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Nicole Johänntgen über das Live-Album “Henry III”

Nicole Johänntgen über das Live-Album “Henry III”

In den USA, wo die Saxofonistin Nicole Johänntgen 2016 ein halbes Jahr verbrachte, startete sie ihr “Henry”-Projekt. Nun erscheint das erste Live-Album “Henry III” mit Jon Ramm (Posaune), Steven Glenn (Sousafon) und Paul Thibodeaux (Schlagzeug), ihren drei Musikern aus New Orleans. “Henry III” ist funky und erfrischend, einfach und ehrlich gespielt, groovt und rumpelt vom New-Orleans-Jazz inspiriert.

Das Album wurde während eines Live-Konzerts im Jazzclub “Domicile” in Pforzheim analog auf Band aufgenommen. Man spürt, wie vertraut und spielfreudig die vier Musiker sind. Auch darüber sprachen wir mit der Wahl-Züricherin und gebürtigen Saar­länderin ­Nicole Johänntgen.

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