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Tonleitern – next level. Der Jupiter Workshop

Tonleitern – next level. Der Jupiter Workshop

Tonleitern und Dreiklänge (oder Vierklänge) zu üben ist wie Vokabeln lernen. Dabei übt man “auf Vorrat”. Häufig verwendete Wörter bzw. häufig vorkommende Tonkombinationen werde abgespeichert und müssen nicht mehr als “Einzelinformationen” bei ­jedem neuen Musikstück neu erarbeitet werden. Sehr praktisch.

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Tubax und Co: Benedikt Eppelsheim baut Holzblasinstrumente

Tubax und Co: Benedikt Eppelsheim baut Holzblasinstrumente

Benedikt Eppelsheim hat sich mit seiner Werkstatt in München auf sehr hohe und sehr tiefe Holzblasinstrumente spezialisiert. Damit hat er eine Nische gefunden, in der er sich weltweit einen Namen gemacht hat. Wir sprachen mit ihm über das tiefe Holz, seine Entwicklung, das Tubax, und weitere Ideen.

Wie kommt man auf die Idee, nur ganz hohe und ganz tiefe Holzblasinstrumente zu bauen? “Das ist ganz einfach das Segment, das der Markt übrig lässt”, erklärt Eppelsheim. “1999 habe ich mein erstes Tubax auf der Musikmesse in Frankfurt dabei­gehabt. Schon damals war mir klar, wenn ich da ein Altsaxofon vorgestellt hätte: Das merkt keiner! Und das meine ich ganz unabhängig von der Qualität. Wenn man sich als kleine Werkstatt ­behaupten möchte, dann geht das nur in einer Nische.”

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Isabella Lingg und ihr Baritonsaxofon

Isabella Lingg und ihr Baritonsaxofon

Das Baritonsaxofon ist ihre große Liebe. Isabella Lingg gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrem Instrument erzählt. Sie liebt dessen Charaktereigenschaften im Klang und ihre Augen strahlen: “Ich mag die Tiefe, die Wärme, das Fette. Es ist einfach groß! Aus dem Barisax kommt kein dünner, sondern ein warmer, dicker, großer Klang. Es groovt.” BRAWOO traf die sympathische Österreicherin – live und nicht via Zoom – auf einen Cappuccino in Dornbirn.

Hier im Bregenzerwald im Bundesland Vorarlberg ist sie zu Hause. Hier lebt, arbeitet und musiziert sie. In Dornbirn kommt sie nicht umhin, ihre Musikschülerinnen und Musikschüler zu grüßen, die durch die Fußgängerzone am Straßencafé vorbeilaufen. Isabella Lingg trägt ein schwarzes, geblümtes Sommerkleid, die Haare offen. Sie wirkt zu Beginn des Gesprächs zurückhaltend, fast schüchtern. Eine Baritonsaxofon spielende Rampensau stellt man sich anders vor. Das Tattoo am rechten Oberarm sieht man nicht.

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Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band von Uwe Kohls

Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band von Uwe Kohls

Die Uraufführung ist schon eine Weile her. Und doch erinnert sich Martina Beck, Bassklarinettistin der Bayerischen Staatsoper München, sehr gut an das “Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band” von Uwe Kohls. “Das Concertino ist ein sehr angenehmes Werk. Die Zuhörerinnen und Zuhörer werden sofort mitgenommen. Es versprüht gute Laune und ist fröhlich – wenn die Musikerinnen und Musiker diese Leichtigkeit gut rüberbringen.”

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Welche Rolle spielt das Tiefe Holz? Theinerts Thema

Welche Rolle spielt das Tiefe Holz? Theinerts Thema

Welche Rolle spielt das tiefe Holz im Blas­orchester? Warum sind tiefe Holzblasinstrumente oft immer noch “Mangelinstrumente”? Welchen Herausforderungen müssen sich Tief-Holz-Instrumantalisten stellen? Fragen über Fragen. Markus Theinert hat die Antworten.

Herr Theinert, zur Einordnung und zur Terminologie: Was versteht man denn eigentlich unter “tiefem Holz”? Wo ist die Grenze zu setzen?

Das wird wohl jeder ein bisschen anders sehen. Für manche fängt das tiefe Holz bereits beim Englischhorn an, vielleicht sogar schon bei der 2. Klarinette. Andere denken dabei eher an das Bass-Register. Auf jeden Fall ist die Grenze fließend. In der traditionellen Blasmusik – speziell im deutschsprachigen Raum – war man daran gewöhnt, dass das Holz für die tragende Melodiestimme zuständig ist. Das hängt auch damit zusammen, dass die tieferen Stimmen eher vom Blech besetzt waren. Für mich sitzt das tiefe Holz im unteren Drittel des orchestralen Tonumfangs: bei den Fagotten, Bassklarinetten, dem Baritonsaxofon und allem, was noch darunter liegt.

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Das Baritonsaxofon im Jazz: Lady mit Belcanto

Das Baritonsaxofon im Jazz: Lady mit Belcanto

In der Bigband ist die Rolle des Baritonsaxofons eindeutig. Es bildet die tiefste Stimme im vier- oder fünfstimmigen Saxofonsatz. Das Baritonsaxofon liefert den Saxofonen den harmonischen Grundton, den rhythmischen Halt, die weiche oder kantige Basis. Es ist unverzichtbar.

Schon das Ur-Saxofon war ein Tieftöner. Der Instrumentenbauer Adolphe Sax hat dieses Ding nämlich erfunden, um der Bläsermusik endlich ein ordentliches Bassfundament zu verpassen. Weil die Blasinstrumente seiner Zeit “im Allgemeinen entweder zu rau oder zu stumpf in ihrem Klang” waren, und zwar “besonders in der Tiefe”, wie er schrieb, wollte Sax ein Instrument mit einem kraftvollen, schönen, markigen Sound erschaffen. Sein Prototyp, 1841 gefertigt, war ein Basssaxofon – für dieses Modell entstand auch die erste Saxofonkomposition. Der Komponist Hector Berlioz, Sax’ wichtigster Verbün­deter, nahm sich dafür eine eigene Chorhymne vor und bearbeitete sie als Bläsersextett für verschiedene Sax-­Instrumente. Bei der Aufführung 1844 übernahm Adolphe Sax selbst den Basspart – auf dem neuartigen Instrument. Berlioz beschrieb den Ton des tiefen Saxofons als “voll, sanft, vibrierend, extrem kräftig und dabei in der Intensität leicht zu drosseln”.

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Christoph Müller, warum gibt keine bösen Tonarten?

Christoph Müller, warum gibt keine bösen Tonarten?

Seit drei Jahren zeichnet Christoph Müller nun schon für die Leserinnen und Leser der ­Brawoo (bzw. Clarino). Fast monatlich erscheint eine Karikatur zum Thema unter der Überschrift “Uhus Weisheiten”. Christoph Müller aber ist mehr als ein Zeichner. Er ist vor ­allem Saxofonist und Pädagoge. Wir schalten uns via Zoom in sein Atelier, um den Maler, Musiker, Menschen einmal vorzustellen.

Christoph Müller, wer ist eigentlich Uhu?

Der Name “Uhu” datiert aus den grauen Anna­len meiner musikalischen Jugend. Ich war mit 16 Jahren Gründungsmitglied des Landesjugendjazzorchesters Baden-Württemberg – mit Koryphäen wie Ludwig Nuss, Ingolf Burkardt, Klaus Graf, Andy Maile und Klaus Stötter. Und die Arbeitsphasen in der Bundesakademie in Trossingen waren für mich immer ein Highlight. Tagsüber fanden intensivste Proben mit Jiggs Whigham statt und abends wurde dann immer gejammt bis tief in die Nacht hinein. Nach so einer Nacht mit sehr wenig Schlaf kam ich morgens völlig verschlafen in den Probenraum. Als Jugendlicher hatte ich ziemlich lange Haare, die aber eher in undefinierte Locken ausgeartet sind. Ich kam also völlig zerzaust in die Probe.

Der Trompeten-Dozent Frederic Rabold war schon da. Er sieht mich, lacht sich kaputt und ruft: “Du siehst ja aus wie ein Uhu nach dem Waldbrand!” Das war natürlich der ­Lacher für alle anderen, für mich war es in dem Moment total peinlich. Aber ab da hatte ich diesen Spitznamen “Uhu” weg. Anfangs habe ich mich über diesen geärgert. Heute bin ich auch ein bisschen stolz darauf, dass ich so einen prägnanten Spitznamen habe. 

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Thema Üben: Weck den Forschergeist in dir!

Thema Üben: Weck den Forschergeist in dir!

Üben macht Spaß! Weit verbreitet ist diese Meinung aber trotzdem noch nicht. Melina Paetzold und Jürgen K. Groh wissen das und leisten Überzeugungsarbeit. Mit “Übehacks”, im Unterricht – und in diesem Interview.

Ich habe früher Trompete gespielt. Irgendwann habe ich aufgehört, weil ich das Gefühl hatte, dass ich, wenn ich jetzt noch weiterkommen will, mehr üben müsste. Ist das eine typische “Musikerkarriere”? Was hätte ich machen müssen, um weiter zu spielen?

Melina Paetzold: Das ist ein klassischer Fall: Man landet auf dem Plateau, von wo aus es nicht mehr weitergeht. Diese Fragen bekomme ich relativ oft gestellt: “Wie komme ich da raus? Ich mache immer das Gleiche oder sogar mehr, aber ich komme nicht durch diese Wand durch. Ich investiere mehr Zeit, um diesen Punkt zu überwinden – aber es funktioniert nicht.” Das Entscheidende ist dann, sich neue Techniken zu suchen. Ich muss Dinge anders machen als bisher, um eine neue Erfahrung machen zu können. Ein konkretes Beispiel: Wie viele Sinne nutze ich eigentlich beim Üben? Nutze ich wirklich alle, um diese Hürde zu überwinden? Wie kann ich die besser integrieren?

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