Blasmusik-Podcast, Orchestra

3 Fragen an den Dirigenten Sandro Blank

3 Fragen an den Dirigenten Sandro Blank

Sandro Blank gehört zu den aufstrebendsten Jungdirigenten unserer Zeit. Er hat nicht nur Saxofon – künstlerisch und pädagogisch – auf Master studiert, sondern auch Blas­orchesterleitung in Basel erfolgreich ­absolviert. Er ist Mitbegründer des Holz­blä­ser­­­ensembles “Nexus Reed Quintet”. 2016 gewann er den ersten Preis beim 8. Schweizer Dirigentenwettbewerb. 2018 wurde er mit 31 Jahren zum künstlerischen Leiter der Feldmusik Sarnen ernannt. Die 3 Fragen an Sandro Blank stammen aus dem Blasmusik-Podcast.

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Orchestra

“Hamburg” und “Alpina Saga”: Werke von Rennert und Doss

“Hamburg” und “Alpina Saga”: Werke von Rennert und Doss

In der Ausgabe 7-8/2021 haben wir Werke mit Heimatbezug vorgestellt, ohne in eine aus­führ­liche Genese des Wortes “Heimat” abzurutschen. Heimatverbundenheit wird häufig musi­kalisch ausgedrückt und die Werke “Saravus” von Thiemo Kraas sowie “Via Claudia” von Johan de Meij verdeutlichen das. Die Liste der “Heimatlieder” mag schier unendlich sein und kann an dieser Stelle auch nur eine kleine Auswahl abbilden. Mit “Hamburg – Das Tor zur Welt” von Guido Rennert und “Alpina Saga” von Thomas Doss präsentieren wir zwei weitere Werke.

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Orchestra, Wood

Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band von Uwe Kohls

Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band von Uwe Kohls

Die Uraufführung ist schon eine Weile her. Und doch erinnert sich Martina Beck, Bassklarinettistin der Bayerischen Staatsoper München, sehr gut an das “Concertino for Bass-Clarinet and Wind Band” von Uwe Kohls. “Das Concertino ist ein sehr angenehmes Werk. Die Zuhörerinnen und Zuhörer werden sofort mitgenommen. Es versprüht gute Laune und ist fröhlich – wenn die Musikerinnen und Musiker diese Leichtigkeit gut rüberbringen.”

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Orchestra

Das Ende der absoluten Musik? Ein Essay

Das Ende der absoluten Musik? Ein Essay

Der Romantiker E.T.A. Hoffmann fragte 1814: “Sollte, wenn von der Musik als einer selbstständigen Kunst die Rede ist, nicht immer nur die Instrumentalmusik gemeint sein?” Denn nur aus ihr, schrieb er, spreche das reine Wesen der Musik – absolut, ohne fremde Zutaten.

Unser Wort “Musik” kommt aus dem Altgriechischen. In der Antike bezeichnete “musiké” allerdings eine Art Multimedia-Performance, bestehend aus Sprache (Vers, Gesang), Rhythmus (Tanz) und Instrumenten (Musik). Das Klangliche allein, das Instrumentalspiel ohne Gesang, war noch keineswegs “musiké”. Der Musikwissenschaftler Thrasy­bulos Georgiades hat darauf hingewiesen, dass »der Grieche kein Wort für das, was wir Musik nennen, besaß«. Auch in der mittelalterlichen Kirche war Musik stets Dienerin des Wortes. Wenn Augustinus über den Rhythmus schreibt, dann meint er Bibelverse. Selbst die “Erfindung” der Polyphonie im 15. Jahrhundert erfolgte in ­reiner Vokalmusik und auf der Basis frommer Texte. Nur langsam fanden zum Beispiel Blas­instrumente überhaupt Eingang in die Kirchenmusik, zunächst nur als Verstärkung der Singstimmen. Reine Instrumentalmusik war den Kirchenoberen lange Zeit verdächtig, weil sie Raum lässt zum freien Denken und Träumen. 

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Orchestra, Wood

Welche Rolle spielt das Tiefe Holz? Theinerts Thema

Welche Rolle spielt das Tiefe Holz? Theinerts Thema

Welche Rolle spielt das tiefe Holz im Blas­orchester? Warum sind tiefe Holzblasinstrumente oft immer noch “Mangelinstrumente”? Welchen Herausforderungen müssen sich Tief-Holz-Instrumantalisten stellen? Fragen über Fragen. Markus Theinert hat die Antworten.

Herr Theinert, zur Einordnung und zur Terminologie: Was versteht man denn eigentlich unter “tiefem Holz”? Wo ist die Grenze zu setzen?

Das wird wohl jeder ein bisschen anders sehen. Für manche fängt das tiefe Holz bereits beim Englischhorn an, vielleicht sogar schon bei der 2. Klarinette. Andere denken dabei eher an das Bass-Register. Auf jeden Fall ist die Grenze fließend. In der traditionellen Blasmusik – speziell im deutschsprachigen Raum – war man daran gewöhnt, dass das Holz für die tragende Melodiestimme zuständig ist. Das hängt auch damit zusammen, dass die tieferen Stimmen eher vom Blech besetzt waren. Für mich sitzt das tiefe Holz im unteren Drittel des orchestralen Tonumfangs: bei den Fagotten, Bassklarinetten, dem Baritonsaxofon und allem, was noch darunter liegt.

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Orchestra

Felix Hauswirth: Meisterdirigent mit internationalem Netzwerk

Felix Hauswirth: Meisterdirigent mit internationalem Netzwerk

Mehr als 70 Studierende hat Felix Hauswirth in seinen 36 Jahren an der Hochschule für Musik FHNW/Musik-Akademie Basel zum Abschluss geführt – viele der Absolventinnen und Ab­solventen sind erfolgreich im Blasmusikwesen tätig. Sein enormes Wissen im Bereich der Blasorchesterliteratur war und ist stets begehrt. Als ehemaliger Präsident der WASBE und weltweit gefragter Gastdirigent konnte er sich ein großes internationales Netzwerk auf­bauen – von dem nicht zuletzt seine Schüler und Studierenden profitierten. Die Musik-Akademie Basel hat ihn Anfang Juli zum Abschied in den Ruhestand mit einem Symposium zum Thema Blasorchesterliteratur geehrt. Unser Autor Alexander Beer hat Felix Hauswirth zu einem ausführlichen Interview anlässlich dieses Symposiums getroffen. 

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Orchestra, Wood

Das Baritonsaxofon im Jazz: Lady mit Belcanto

Das Baritonsaxofon im Jazz: Lady mit Belcanto

In der Bigband ist die Rolle des Baritonsaxofons eindeutig. Es bildet die tiefste Stimme im vier- oder fünfstimmigen Saxofonsatz. Das Baritonsaxofon liefert den Saxofonen den harmonischen Grundton, den rhythmischen Halt, die weiche oder kantige Basis. Es ist unverzichtbar.

Schon das Ur-Saxofon war ein Tieftöner. Der Instrumentenbauer Adolphe Sax hat dieses Ding nämlich erfunden, um der Bläsermusik endlich ein ordentliches Bassfundament zu verpassen. Weil die Blasinstrumente seiner Zeit “im Allgemeinen entweder zu rau oder zu stumpf in ihrem Klang” waren, und zwar “besonders in der Tiefe”, wie er schrieb, wollte Sax ein Instrument mit einem kraftvollen, schönen, markigen Sound erschaffen. Sein Prototyp, 1841 gefertigt, war ein Basssaxofon – für dieses Modell entstand auch die erste Saxofonkomposition. Der Komponist Hector Berlioz, Sax’ wichtigster Verbün­deter, nahm sich dafür eine eigene Chorhymne vor und bearbeitete sie als Bläsersextett für verschiedene Sax-­Instrumente. Bei der Aufführung 1844 übernahm Adolphe Sax selbst den Basspart – auf dem neuartigen Instrument. Berlioz beschrieb den Ton des tiefen Saxofons als “voll, sanft, vibrierend, extrem kräftig und dabei in der Intensität leicht zu drosseln”.

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Orchestra

“Songs of the British Isles”. Suite in vier Sätzen von Al Davis

“Songs of the British Isles”. Suite in vier Sätzen von Al Davis

Al Davis hat “Songs of the British Isles” komponiert, ohne Frage ein Stück weit in der Tradition der Holst-Suiten. Auf der Basis von Volksliedern schuf er ein eindrucksvolles Blas­orchester­werk für die Oberstufe. Im Tutti mit kammermusikalischen und solistischen Passagen setzt seine far­bige Komposition Akzente, die die Herzen von Genre­lieb­habern höherschlagen lassen. Außergewöhnlich ist zudem, zusätzlich zur Partitur und zum Stimmensatz, die Bereitstellung eines umfangreichen EDU-Paks, eines Schulungsmaterials, das allen Instrumentalisten umfangreiche Infos zu den Songs und Tipps zur Bewältigung ihrer Orchesteraufgaben gibt. 

Der Komponist

Albert Oliver Davis, geboren im April 1920 in Cleveland/Ohio, verstorben im Oktober 2004 in Phoenix/Arizona, war zunächst Waldhornist und Pianist. Er erhielt seine Ausbildung am Cleveland Institute of Music und an der Arizona State University. Er erwarb 1943 seinen “BA in education”, war weiterhin als Musiker in verschiedenen Orchestern tätig und ergriff in diesem Jahr auch erstmalig den Dirigentenstab als Band-­Direktor der “Tombstone College Band”. Seine Ausbildung vervollständigte er 1951 mit dem “Master Degree”.

Aus seiner umfangreichen Praxis heraus wurde ihm schnell klar, dass er als umsichtiger und kluger Pädagoge sein Wissen und seine Erfahrung auch arrangierend und komponierend weiter­geben wollte. Seine eigentliche Komponistenkarriere begann folglich 1953 mit der Veröffent­lichung von “Desert Star”, seinem ersten Werk für Blasorchester. Er war aber auch ein Pionier im Konzipieren von “Musikshows für Marchingbands” in Halbzeitpausen von Football-Spielen.

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Orchestra

Marschpat: Digitales Zeitalter für Marschmusiknoten

Marschpat: Digitales Zeitalter für Marschmusiknoten

Das Music-Tech-Startup “Marschpat” digi­talisiert die Blasmusik. Jetzt durfte das ­Gründer-Team Patrick Rupprecht, Carina Eigner und Markus Wenzl einen Auftritt in der “Höhle der Löwen” absolvieren, der größten Startup-TV-Show im deutschsprachigen Raum. Ein Investment gab es zwar keines – dafür konnte mit der A1 Telekom ­Austria ein starker Partner mit an Bord geholt werden.

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Brass, Orchestra, Wood

Thema Üben: Weck den Forschergeist in dir!

Thema Üben: Weck den Forschergeist in dir!

Üben macht Spaß! Weit verbreitet ist diese Meinung aber trotzdem noch nicht. Melina Paetzold und Jürgen K. Groh wissen das und leisten Überzeugungsarbeit. Mit “Übehacks”, im Unterricht – und in diesem Interview.

Ich habe früher Trompete gespielt. Irgendwann habe ich aufgehört, weil ich das Gefühl hatte, dass ich, wenn ich jetzt noch weiterkommen will, mehr üben müsste. Ist das eine typische “Musikerkarriere”? Was hätte ich machen müssen, um weiter zu spielen?

Melina Paetzold: Das ist ein klassischer Fall: Man landet auf dem Plateau, von wo aus es nicht mehr weitergeht. Diese Fragen bekomme ich relativ oft gestellt: “Wie komme ich da raus? Ich mache immer das Gleiche oder sogar mehr, aber ich komme nicht durch diese Wand durch. Ich investiere mehr Zeit, um diesen Punkt zu überwinden – aber es funktioniert nicht.” Das Entscheidende ist dann, sich neue Techniken zu suchen. Ich muss Dinge anders machen als bisher, um eine neue Erfahrung machen zu können. Ein konkretes Beispiel: Wie viele Sinne nutze ich eigentlich beim Üben? Nutze ich wirklich alle, um diese Hürde zu überwinden? Wie kann ich die besser integrieren?

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