Orchestra

Mischpult und Equalizer: Jupiter-Workshop für Blasmusiker

Mischpult und Equalizer: Jupiter-Workshop für Blasmusiker

In diesem Workshop werden die Ausgangssektion und die wesentlichen Unterschiede zwischen analogen und digitalen Mischpulten thematisiert. Vorher soll allerdings noch intensiver auf die Funktion des Equalizers in den Kanalzügen der Eingangssignale eingegangen werden. Der Einsatz des Equalizers wirft Fragen auf: Was macht der Equalizer eigentlich? Was kann ich damit machen und was nicht?

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Brass, News, Orchestra, Wood

Der Ulm-Träumer. Ein Hörspiel über die Heimat

Der Ulm-Träumer. Ein Hörspiel über die Heimat

Von den eigenen vier Wänden bis zur Stadtgrenze – darauf beschränkte sich der Mobilitätsradius vieler Menschen während des Lockdowns. So ging es auch den beiden Ulmern Gaby Fischer und Peter Laib. Außerdem stellte Corona den Arbeitsalltag der beiden Freiberufler komplett auf den Kopf. Und so entstand schließlich ein ganz neues Projekt: das Hörspiel “Der Ulm-Träumer” über ihre Heimat, voller Stadtgeschichte, schwäbischem Dialekt und Musik. 

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Orchestra

Josef Jiskra über Heimat: “Im Herzen bin ich Tscheche”

Josef Jiskra über Heimat: “Im Herzen bin ich Tscheche”

Vor über 40 Jahren verließ Josef Jiskra seine böhmische Heimat und kam nach Deutschland, wo er 20 Jahre lang als Stadtmusik­direktor in Crailsheim die süddeutsche Blasorchesterszene prägte. Bereut hat er seine Entscheidung, nach Deutschland zu kommen, nie. Vielmehr bringt er mit seinen Kompo­sitionen den Orchestern hierzulande ein Stück seiner Heimat nahe. 

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Orchestra

“Bacchus On Blue Ridge” von Joseph Horovitz

“Bacchus On Blue Ridge” von Joseph Horovitz

Feld, Wald und Flur sind immer wieder ein Quell der Inspiration, denn Landschaften sind und waren zu allen Zeiten Emotionsstifter. Nicht umsonst sprechen wir gerne von “Traumorten”. Hatten wir bereits in der Ausgabe 6/2021 einen ganz allgemeinen Blick von James Barnes auf die “Appalachen“, so stellen wir dieser Landschaft im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika mit “Bacchus on Blue Ridge” eine Persönlichkeit aus der griechischen Götterwelt fiktiv zur Seite: Bacchus, den Gott des Weines. So kommt es nun zu ganz neuen Eindrücken und Wendungen im Kontext einer Landschaft. Ein Szenario, welches Komponist Joseph Horovitz sicherlich mit viel Lächeln im Gesicht und einer guten Prise Ironie anging. 

Der Komponist 

Joseph Horovitz wurde am 26. Mai 1926 in Wien geboren. Als Sohn eines jüdischen Kunstbuchverlegers wuchs er im 1. Bezirk in einer traditionellen jüdischen Familie auf. Philosophie, Geschichte, Kunst und Literatur der Klassik und Moderne besaßen in seinem Elternhaus einen hohen Stellenwert. Seine Mutter spielte Klavier. Er besuchte in seiner Heimatstadt das Aka­de­mische Gymnasium am Beethovenplatz und war zudem Schüler am Wiener Konservatorium. Nachdem die Wehrmacht in Österreich einmarschiert war, wurde er, ebenso wie eine Vielzahl seiner Mitschüler, im März 1938 aufgrund seiner jüdischen Abstammung unter dem zynischen Begriff “Umschulung” der Schule verwiesen. Sicher­lich nicht unvorbereitet flüchtete er um­gehend über Villach, Meran, Zürich, Antwerpen und schließlich Anfang Mai Dover erreichend mit seinem Vater nach England. Die Mutter und seine beiden Schwestern folgten ihnen im Juni.

An der privaten Londoner Regent’s Park School wurde er gemeinsam mit weiteren deutschsprachigen Flüchtlingskindern auf ein Leben und eine berufliche Ausbildung in England vorbereitet. Der nach London transferierte Phaido-Verlag des Vaters sicherte den Lebensunterhalt der Familie. Ein Umstand, der den klugen und sorgenden Weitblick des Vaters in jenen ­Tagen unterstrich. An der Oxford University studierte Joseph Horovitz neben Musik zunächst auch noch moderne Sprachen. Es zog ihn, der Musik wegen, aber weiter. 1948 nach London zu Gordon Jacob ans Royal College of Music und 1949 nach Paris, wo er schließlich bei Nadia Boulanger seine Kompositionsstudien fortsetzte.

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Orchestra

Werke zum Thema Heimat – eine kleine Auswahl

Werke zum Thema Heimat – eine kleine Auswahl

Ohne in eine ausführliche Genese des Wortes “Heimat” abzurutschen, möchte ich eine Er­klärung dieses in populären Diskursen in seiner Bedeutungsoffenheit gerne eingeschränkten Begriffs zitieren. Die für mich einfachste und griffigste Definition liefert der Duden, wo es heißt: Heimat ist ein Land, Landesteil oder Ort, in dem man geboren und/oder aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt. Diese offene und umfassende Sicht auf die Bedeutung dieses Begriffs ist sicherlich auch die Grundlage und Einstellung der Komponisten, deren Werke im Folgenden erwähnt und besprochen werden.

Heimatverbundenheit wird häufig musikalisch ausgedrückt und kommt gern in Nationalhymnen vor. Der Titel der Hymne Luxemburgs etwa lautet “Ons Hemecht” (Unsere Heimat), die kroatische heißt Un­sere schöne Heimat”. Auch das Saarland hat eine amtliche Hymne (das Saarland war nach dem Zweiten Weltkrieg ein autonomer Staat), die als Grundlage für “Saravus” von Thiemo Kraas dient.

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Dirigent Andrea Barizza ist der Maler Gustave de la Reine

Dirigent Andrea Barizza ist der Maler  Gustave de la Reine

Nicht dass es ein großes Geheimnis gewesen wäre, doch jetzt ist der Schleier endgültig gelüftet: Der Dirigent Andrea Barizza und der Maler Gustave de la Reine sind ein und dieselbe Person. Im Rahmen des Konzerts der Dresdner Bläserphilharmonie am 11. Juli (unter der Leitung von Barizza) wird es nun eine Vernissage von Gustave de la Reine im Rathaus Dresden geben.

Die Pandemie hat auch den Dirigenten ­Andrea Barizza voll erwischt. Sein letztes Konzert datiert aus dem Februar 2020. Danach: keine Proben, keine Dirigate, keine Auftritte. Die Arbeit mit der Dresdner Bläserphilharmonie, deren künstlerischer Leiter er seit der Saison 2019/2020 ist, lag genauso brach wie die mit zahlreichen Orchestern in ganz Europa. Und Andrea Barizza denkt, dass diese ausgefallenen Konzerte zum Großteil auch nicht wieder aufzuholen sind. Denn viele Häuser haben schon bis ins Jahr 2024 geplant – da wird es eng im Terminkalender. 

Er konnte keine Musik mehr machen und seine musikalische Zukunft lag im Ungewissen. An­drea Barizza machte allerdings aus der Not eine ­Tugend und ließ eine Leidenschaft wieder auf­leben, die er schon beiseite gelegt hatte: die ­Malerei. “Ich war viel zu Hause und hatte viel Zeit”, sagt er. Also schlüpfte Andrea Barizza in die Haut eines Malers. Seine “andere Seite”, Gus­tave de la Reine, wurde sein bester Freund während des Lockdowns. “Zusammen verbindet sie die Liebe zur Musik und tiefgründiges musikalisches Wissen durch die poetische Symbolik der Notenschrift”, erklärt Barizza. 

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News, Orchestra

Innsbrucker Promenadenkonzerte planen Neustart

Innsbrucker Promenadenkonzerte planen Neustart

Die 26. Innsbrucker Promenadenkonzerte im Innenhof der Hofburg Innsbruck starten am 3. Juli mit zwei Eröffnungskonzerten durch das Kammerorchester der Münchner Philharmoniker und enden am 1. August, mit zwei Abschlusskonzerten eines Ensembles des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck. Unter dem Motto “Mut zum Träumen” haben die Macher um den neuen Künstlerischen Leiter Bernhard Schlögl und die Geschäftsführerin Christiane Mayr nicht nur einen klangvollen Beginn der Sommerfestivals auf die Beine gestellt, vorgesehen ist auch ein völliger Neustart der renommierten und beliebten Konzertreihe. Das Jahr 2021 bringt daher einige Neuerungen wie zwei kürzere Konzerte pro Abend, einen einheitlichen Ticketpreis von fünf Euro sowie eine neue künstlerische Ausrichtung. 

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Orchestra

Das analytische Ohr: Zum 200. Geburtstag von Hermann von Helmholtz

Das analytische Ohr: Zum 200. Geburtstag von Hermann von Helmholtz

Während der Pandemie wurde sie gelegentlich erwähnt: die “Helmholtz-Gemeinschaft”. Diese Organisation ist ein Verbund von 18 Forschungszentren im Spannungsfeld zwischen Technik, Naturwissenschaft, Biologie und Gesellschaft. Ihr Namens­patron Hermann von Helmholtz (1821 bis 1894) war der letzte große Universalgelehrte. Auch die Musik fiel in seine Kompetenz.

Unser Hörsinn ist in der Lage, in musikalischen Interpretationen feinste Nuancen zu unterscheiden. Doch das mensch­liche Gehör hat sich nicht anhand von Mozart­-Sonaten und Bach-Variationen entwickelt, sondern in prähistorischer Zeit, als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren und eine po­tenzielle Beute für Raubtiere. Das Hören diente als Warnsinn – vor allem in der Nacht. Der Urmensch musste augenblicklich entscheiden, ­woher ein Geräusch kam, wie weit es entfernt war, wohin und wie schnell es sich bewegte, zu welchem Tier das Geräusch passte, wie groß und hungrig das Tier sein mochte, ob es eine Bedrohung darstellte usw.

Unser Gehör ist fähig, kleinste Luftbewegungen (Schallwellen) so zu analysieren, dass das Gehirn daraus praktisch ohne Zeitverzögerung ein “Hörbild” der Umwelt schaffen kann – das konnte für den Urmenschen überlebenswichtig sein. Der Philosoph und Musikkenner Friedrich Nietzsche schreibt: “Das Ohr, das Organ der Furcht, hat sich nur in der Nacht und in der Halbnacht dunkler Wälder und Höhlen so entwickeln können, wie es sich entwickelt hat.”

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Brass, Orchestra, Wood

Was sind Multiphonics? Das Stichwort

Was sind Multiphonics? Das Stichwort

Die Beherrschung von Mehrklängen ist heute fester Bestandteil der “erweiterten” Spieltechnik bei fortgeschrittenen Bläsersolisten. Was sind Multiphonics?

Auf Blasinstrumenten spielt man einen Ton nach dem anderen – so ist es jedenfalls gedacht. Erfahrene Bläserinnen und Bläser wissen allerdings, dass auf ihrem Instrument auch komplexe Mehrklänge möglich sind. Die Grundlage solcher “Multiphonics” ist das Hervorbringen von zwei Tönen gleichzeitig. Dabei bilden sich – real oder als Illusion im Gehirn des Hörenden – weitere sogenannte Differenz- und Summationstöne. Wenn zwei Blockflöten angeblich “unisono” spielen, hört man solche “Schwebungen” ständig. Als einer der Ersten hat der Geiger Giuseppe Tartini die Differenz­töne beschrieben, wie sie bei Doppelgriffen auf der Geige entstehen – sie heißen daher auch Tartini-Töne. Man unterscheidet zum Beispiel quadratische Differenztöne, die sich zwischen zwei Grundfrequenzen bilden, oder kubische Differenztöne zwischen einem Grundton und dem Oberton eines anderen Grundtons. 

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