Orchestra

Repertoirevorschlag: Toshio Mashimas “Birds”

Repertoirevorschlag: Toshio Mashimas “Birds”

Sich einfach einmal in die Lüfte schwingen zu können, ganz leicht zu sein, Kapriolen zu schlagen, einen Sturzflug zu wagen, die Welt auch mal von oben betrachten zu können – das fasziniert die Menschheit schon von je her. Dafür beneiden wir etwa die Vögel, denen Gottes Schöpfung eben diese Gaben verliehen hat. Und innerhalb dieser Gattung, da gibt es wiederum auch Unterschiede, denn auch unsere gefiederten Freunde faszinieren mit einer bunten Vielfalt. Angefangen von Federkleid, Gesang, Gesten und Flugtechniken begeistern sie mit daraus resultierender Individualität und vielen Eigenarten. Ja, ihre Einflüsse reichen gar bis hin zu mystischer Symbolik. Ein Beitrag über Toshio Mashimas “Birds”.

Toshio Mashima wurde am 21. Februar 1949 in der Stadt Tsuruoka, in der japanischen Präfektur Yamagata, geboren. Beruflich war er zunächst in Richtung Ingenieurswesen unterwegs. Aber er brach sein Studium der Ingenieurswissenschaften an der Fakultät Universität Kanagawa ab und schrieb sich ein für den »Yamaha Band Director’s Course«. Weiter studierte er intensiv Harmonielehre, Komposition und Arrangement bei Satoshi Kanade und Jazz-Theorie bei Makoto Uchibori. Nach seinem Diplom im Jahre 1971 war er in der Praxis als Posaunist und Keyboarder bei verschiedenen Pop- und Jazzorchestern unterwegs und arbeitete schließlich als Assistent bei Naohiro Iwai. Eine wohl prägende Begegnung, denn von da an widmete er sich immer intensiver der Welt der Blasorchester. 

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Orchestra, Wood

Das Fuchsthone Orchestra

Das Fuchsthone Orchestra

Das Album “Structures & Beauty” des Fuchsthone Orchestra ist ein Meilenstein des Orchesterjazz – mit fließenden Übergängen zu Klassik, Rock und Avantgarde. Es ist aber auch ein Statement zur Corona-Epoche, zu Gesellschaft, Klimawandel, Kunst und Philosophie – und zu mög­lichen neuen Haltungen gegenüber der Welt. 

Christina Fuchs und Caroline Thon – sie kennen sich schon lange, haben auch gelegentlich in denselben Ensembles gespielt. Beide sind Saxofonistinnen, Komponistinnen und erfahrene Orchester-Chefinnen. Fuchs, die in den USA bei Maria Schneider und George Russell gelernt hat, leitete viele eigene Bands und war Co-Leaderin des United Womens’ Orchestra. Thon, die auch von der Musik von Bartók und Hindemith geprägt ist und am Berklee College studiert hat, ist besonders durch ihr Thoneline Orchestra bekannt geworden. 2017 hat der Kölner Musiker Georg Ruby die beiden eingeladen, für sein Blue Art Orchestra ein gemeinsames Konzertprogramm zu gestalten. Das funktionierte so gut, dass Fuchs und Thon (nach reiflicher Überlegung) beschlossen haben, ein gemeinsames Großensemble auf die Beine zu stellen: das Fuchsthone Orchestra. Im November 2019 hatte ihr Projekt sein Debüt in Köln. Auch eine regelmäßige Konzertreihe nahm Gestalt an.

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News, Orchestra

 Ouvertüre NRW – Faszination in Bild und Ton 

 Ouvertüre NRW – Faszination in Bild und Ton 

Dem Landesblasorchester NRW unter der Leitung von Renold Quade ist gemeinsam mit dem Komponisten Guido Rennert und dem Filmemacher Andreas Bachmann ein großer Wurf gelungen. Für Dirigent Quade ist das Werk der Abschluss seiner “LBO-Karriere”. Es ist nicht ganz einfach, ein so vielfältiges, abwechslungsreiches und wunderschönes Bundesland wie Nordrhein-West­falen in Bild und Ton darzustellen. In etwas über zehn Minuten ist das aber wirklich eindrucksvoll gelungen. Der Zuhörer und Zuschauer reist mit in die Wälder des Sauerlands, wandert in der Eifel, besucht Industrie­stätten an Rhein und Ruhr… 

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Orchestra

Renold Quade über das Landesblasorchester NRW

Renold Quade über das Landesblasorchester NRW

Seit dem Jahr 1995 ist Renold Quade künstlerischen Leiter und Chefdirigent des Landesblasorchester NRW. Unter seiner Führung entwickelte sich das Orchester zu einem herausragenden Ensemble sinfonischer Blasmusik in Nordrhein-Westfalen. Renold Quade hat die Messlatte für das Orchester sehr hochgelegt: “Wir möchten zeigen, welch enormes kulturelles Potenzial und welche künstle­rischen Möglichkeiten in der konzertanten Blasmusik stecken.” Jetzt hört er auf. 

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Orchestra

Rhapsody In Blue von George Gershwin wird 100

Rhapsody In Blue von George Gershwin wird 100

Vor 100 Jahren hatte George Gershwins berühmtestes Werk, die Rhapsody in Blue – seine erste “seriöse” Komposition – Premiere in New York. Die Interpreten waren die Musiker des Paul-Whiteman-Orchesters, der ersten Bigband des Jazz. 

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Orchestra

Andrea Barizza über Stabat Mater und die Dresdner Bläserphilharmonie

Andrea Barizza über Stabat Mater und die Dresdner Bläserphilharmonie

Viel vorgenommen hatte sich der Dirigent Andrea Barizza vor fünf Jahren. Damals hatte er gerade die Nachfolge des plötzlich verstorbenen und prägenden Gründers der Dresdner Bläserphilharmonie – Stefan Fritzen – übernommen. Das vergangene halbe Jahrzehnt war in mehrfacher Hinsicht eine große Herausforderung, die nun mit dem Stabat Mater einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Klaus Härtel sprach mit dem Italiener Andrea Barizza darüber.

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Orchestra

Welcher Motivationstyp bist du?

Welcher Motivationstyp bist du?

Eigentlich können wir jederzeit einen neuen Übeplan entwerfen oder uns das Ziel setzen, wieder mehr zu üben, oder? Aber am Jahresanfang fällt es einfach besonders leicht. Über den Jahreswechsel rücken die wichtigen Dinge wieder in den Vordergrund und im Januar sind wir dann motiviert, Zeit dafür freizuschaufeln.

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Orchestra

Die Schweiz! Ein Land ist stolz auf seine Werke

Die Schweiz! Ein Land ist stolz auf seine Werke

Bisweilen schaut man etwas neidisch auf die Eidgenossen. In der Schweiz hat man mit dem Alphorn nicht nur ein “Nationalinstrument”, dort legt man auch Wert auf “eigene” Werke “eigener” Komponisten. Das hat nichts mit Abgrenzung zu tun, sondern mit Förderung. Frei nach der Ricola-Werbung: “Wer hat’s erfunden?” stellen auch wir uns die Frage: Wie machen die das? Alexandra Link ist der Frage mal nachgegangen.

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Orchestra

“Mentis” – kleine Adventsfantasie von Thiemo Kraas

“Mentis” – kleine Adventsfantasie von Thiemo Kraas

Sicherlich sind nicht nur für den Komponisten Thiemo Kraas die Adventszeit und Weihnachten eine der ganz besonderen Zeiten im Jahr, denn das Warten auf das Fest der Liebe ist begleitet von so vielen wunderschönen Eindrücken und besonderen Momenten. Die reichen vom sinnstiftenden religiösen Ansatz bis hin zu ganz persönlichen Philosophien zum Jahresende. “Mentis” – kleine Adventsfantasie von Thiemo Kraas.

Thiemo Kraas sieht diese Zeit auch ein stückweit als eine Einladung, zu sich selbst zu finden. So sein Ausgangsgedanke zu dieser Komposition, die er zunächst für solide besetzte Blasorchester konzipierte. Darüber hinaus konnten sich im Laufe der Jahre aber zudem noch Varianten entwickeln, die Raum geben für Gemeinschaftsempfinden, in unseren Zusammenhängen für praktisches, generationenübergreifendes musikalisches Miteinander. Damit wurde der stimmungsvollen “Einladung zur Besinnung” Schritt für Schritt ergänzend noch einmal eine zusätzliche Wertigkeit dazugegeben. 

Der Komponist

Thiemo Kraas wurde 1984 in Arnsberg geboren. Er studierte Musikpädagogik mit Hauptfach Schlagzeug, sowie Musiktheorie, Tonsatz und Gehörbildung an der Hochschule für Musik in Detmold. Früh war er zudem Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 

Praktische Erfahrungen als Orchestermusiker sammelte er immer wieder in Ensembles wie dem »Jungen Tonkünstler Orchester Bayreuth«, dem »Orkest van het Oosten Enschede«, der »Deutschen Bläserphilharmonie«, der »Kammerphilharmonie Hamburg« und vielen mehr. Von 2008 bis 2015 arbeitete er als Dirigent und Musikalischer Leiter des Jugendmusikkorps Avenwedde e.V., in einem Stadtteil von Gütersloh. Ab 2010 zudem zunächst als Tutor, 2014/15 auch als Dozent, an der Hochschule für Musik Detmold in der Fachkombination Musiktheorie und Tonsatz.

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Orchestra

Türkische Musik. Stichwort

Türkische Musik. Stichwort

Wie moderne Musik aus der Türkei klingt, kann man heute an jedem Döner-Stand hören. Zu Mozarts Zeiten meinte man mit “türkische Musik” aber etwas ganz anderes: den Klang der Militärorchester.

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