Wood | Von Cornelia Härtl

Karin Bonelli über Probespiele und ihre Karriere

Bonelli
Karin Bonelli (Foto: Andrej Grilc)

Karin Bonelli wurde 2012 mit gerade einmal Anfang 20 als erste Frau in die Bläsersektion der Wiener Philharmoniker aufgenommen. Wie wird man so jung schon so erfolgreich? Wir sprachen mit der Flö­tistin über ihre musikalische Laufbahn, warum ihr das Thema ­Probespiel-Vorbereitung so wichtig ist und ihr neuestes Projekt, die Penthesilea Academy.

Eigentlich ist Karin Bonelli auf den großen Bühnen der Welt unterwegs – kammermusikalisch, als Solistin oder mit ihrem Orchester, den Wiener Philharmonikern. Normalerweise stehen ihre Konzerttermine zwei Jahre im Voraus fest. Zurzeit könne sie aber nicht einmal sagen, was in sechs Wochen ist. “Momentan gibt es keinen Alltag.” Geprobt werde im Orches­ter zwar in normaler Besetzung sowie ohne zusätzlichen Abstand und Maske, aber eben deutlich seltener als sonst. “Wir werden fast täglich getestet”, ergänzt Bonelli. 

Für die Wiener Philharmoniker stehen im Mai nun einige Projekte an, auch eine kleine Konzertreise nach Italien. (Anmerkung der Redaktion: Das Interview fand am 3. Mai statt.) In Italien gelten allerdings ganz andere Bestimmungen als in Österreich. Die Streicherinnen und Streicher müssen dann mit Maske spielen, die Bläserinnen und Bläser mit eineinhalb Meter Abstand. “Ich selbst bin bei diesem Konzert leider nicht dabei, aber schon ganz gespannt, was die Kollegen erzählen. So zu spielen ist für uns ja ganz ungewohnt.”

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