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Impfen: Hoffnung für das Musikleben

Impfen: Hoffnung für das Musikleben

Öffentliches Leben, Kultur und Musik bedürfen der direkten Begegnung, denn Kreativität entsteht im persönlichen Miteinander, sei es bei den Proben eines Amateurorchesters oder in der Interaktion einer Band oder eines Kammermusikensembles mit dem Publikum beim Live-Konzert. Über viele Monate hinweg hat die Corona-Pandemie Distanz notwendig gemacht, gab es doch lange keine wirksamen Mittel, der Krise zu begegnen. Mit der Entwicklung und flächendeckenden Verfügbarkeit von Impfstoffen hat sich die Situation inzwischen wesentlich geändert, und die Gesellschaft hat sich Handlungsspielräume erarbeitet. Der Deutsche Musikrat appelliert deshalb an alle, denen es möglich ist, mit ihrer Impfung zu einer Beendigung der Pandemie beizutragen – und damit auch dem Musikleben Hoffnung zu geben.

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Orchestra

Musikfreizeit während der Corona-Krise?!

Musikfreizeit während der Corona-Krise?!

In der Schweiz ticken die Uhren bekanntlich anders. Auch in der Corona-Krise geht die Eidgenossenschaft einen anderen Weg, setzt auf mehr Eigenverantwortung und ­gesteht insbesondere Kindern und Jugend­lichen viel größere Freiheiten zu, als es ­derzeit in vielen anderen Ländern Europas ­üblich ist. Wie sieht der Alltag auf ­diesem Sonderweg für die musikalische Nachwuchsförderung aus? Unsere Autorin berichtet.

Manchmal möchte man sich staunend die Augen reiben, wenn man hier in der Schweiz die Schülerinnen und Schüler bis zur 6. Klasse ohne Masken in die Schulhäuser spazieren sieht. Lediglich im öffentlichen Nahverkehr sind diese auch für Grundschüler Pflicht. Musikschulen sind seit ­Beginn des Schuljahres 2020/2021 wieder “ganz normal” geöffnet; Ensemblespiel für Schülerinnen und Schüler bis 20 Jahre gehört dazu und seit Anfang März 2021 sind sogar Kinder­chor­proben wieder erlaubt. Natürlich mit Schutzkonzepten, diese können aber regional (heißt hier von Kanton zu Kanton) durchaus unterschiedlich streng sein.

Händewaschen, regel­mäßige Desinfektion und Abstand sind Pflicht, Plexiglaswände und abgesagte Schülerkonzerte an der Tagesordnung. Hin und wieder gibt es eine Online-Lektion, wenn sich ein Schüler in Quarantäne befindet, sich nicht ganz gesund fühlt oder Familien für sich entschieden haben, dass sie mehr als den gesetzlich geforderten Abstand einhalten möchten. Das kulturelle Leben in den Blasmusikvereinen liegt – sofern man sich nicht am digi­talen Ersatz versucht – brach und viele, insbesondere freiberufliche Kulturschaffende sind längst am Ende ihrer Kräfte angekommen, finan­zielle Einbußen drücken und die immer noch andauernde Krise schlägt aufs Gemüt. 

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Brass, Orchestra

Warum wir die Musik so sehr brauchen. Jupiter-Workshop für Blasmusiker

Warum wir die Musik so sehr brauchen. Jupiter-Workshop für Blasmusiker

Der Wert gewisser Dinge erschließt sich oft dann besonders klar und eindringlich, wenn sie uns fehlen: beispielsweise beim Verlust eines geliebten Menschen, dem Ausbleiben von Erwartungen oder der Absenz von Gewohnheiten. Gerade in Zeiten des corona­bedingten Lockdowns, in denen uns gemeinsames Proben und Musizieren oder gar Konzerte aus sicher berechtigten Gründen versagt sind, spüren wir den Verlust von Musik ganz intensiv und grundlegend.

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News

Fragebogen zur Situation von Musikerinnen und Musikern

Fragebogen zur Situation von Musikerinnen und Musikern

Unter dem Titel “Musiker:in sein in Zeiten der Pandemie” untersuchen Forscherinnen und Forscher am Lehrstuhl für Psychologie III (Neuropsychologie und Gesundheitsforschung) der Universität Regensburg mit einem Online-Fragebogen die psychologischen Aspekte der gegenwärtigen Lebenssituation von Musikerinnen und Musikern. Dieser Frage geht man nach, weil aufgrund der COVID-19-Pandemie seit über einem Jahr ein Shutdown für kulturelle Veranstaltungen besteht.

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News

Bundesmusikverband begrüßt Lockerungen für Amateurmusik in Bayern

Bundesmusikverband begrüßt Lockerungen für Amateurmusik in Bayern

Die Infektionszahlen in Deutschland sinken. Schutzmaßnahmen greifen, die Zahl der Impfungen steigt, all das zeigt Wirkung. Diese Entwicklungen erlauben nun vorsichtige und inzidenzabhängige Lockerungen wie sie für den Freistaat Bayern nun für den Amateurmusikbereich und die Wiederaufnahme von Proben beschlossen wurden.

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In eigener Sache: Wie ist die Lage im Verlag der BRAWOO?

In eigener Sache: Wie ist die Lage im Verlag der BRAWOO?

In der Aprilausgabe berichtete die Redaktion umfangreich zur Lage der Branche und befragte Personen aus der Verlags- und Veranstaltungs-Branche sowie aus dem Instrumentenbau. Die Lage ist ernst, denn die Kultur liegt darnieder und im Hintergrund wirken viele Menschen mit, die mit der Kultur ihren Lebensunterhalt verdienen. Dabei wurde uns immer wieder die Gegenfrage gestellt, wie es denn um unseren Verlag bestellt sei. Ja, auch an DVO Druck und Verlag Obermayer in Buchloe gehen die Lockdowns und Einschränkungen nicht spurlos vorüber. 

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Orchestra

Eine Messe für den Papst. Orchesterarbeit in der Coronazeit

Eine Messe für den Papst. Orchesterarbeit in der Coronazeit

Als Sven Hellinghausen die Franziskusmesse komponierte, wusste er noch nicht, welche Erfolgsgeschichte diese mal erzählen würde. Nachdem man dem Papst das Werk zu dessen 80. Geburtstag persönlich überreicht hatte, reifte im Komponisten die Idee, das Werk online einzuspielen. Denn die Pandemie stellt Orchester und ihre musi­kalischen Leiter vor eine starke Belastungsprobe. Das Ergebnis bei Drucklegung: Fast eine Million Zuschauer bei Facebook. Ein Erfahrungsbericht. 

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Orchestra

Michael Euler über die Ausbildung im Militärmusikdienst

Michael Euler über die Ausbildung im Militärmusikdienst

Werden junge Menschen zukünftig lieber etwas »Vernünftiges« lernen anstatt Musik zu ihrem Beruf zu machen? Diese Befürchtung hat Oberstleutnant Michael Euler, Leiter des Ausbildungsmusikkorps, nicht. Der aktuelle Ausbildungsbetrieb unter Corona-Auflagen ist für ihn dennoch eine Katastrophe. Wir sprachen mit ihm über die aktuelle Situation, die Sorgen seiner Studierenden und die Auswirkungen des vergangenen Jahres auf das Land der Dichter, Denker und Künstler.

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Brass, News, Orchestra, Wood

Instrumente, Verlage, Veranstalter. Zur Lage der Branche

Instrumente, Verlage, Veranstalter. Zur Lage der Branche

Beim ersten Lockdown zeigte sich die Kultur – wie vermutlich die Mehrheit der Bevölkerung – noch einigermaßen entspannt. Dieses Virus würde ja bald bezwungen sein und “da muss man jetzt eben durch”. Der erste Lockdown ist nun über ein Jahr her und entspannt ist im Kulturbereich niemand mehr. Über 365 Tage nahezu ohne Auftritte und dementsprechend ohne Einnahmen gehen nicht spurlos an einem vorüber. Die Lage ist ernst.

Das staatliche Hilfsprogramm – 2 Milliarden Euro stehen bereit – klingt zwar großzügig und ist sicherlich auch gut gemeint. Doch wenn man weiß, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr vor Corona noch stolze 170 Milliarden Euro umsetzte, wirkt das wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, zumal der Umsatz der darstellenden Künste um 85 Prozent eingebrochen ist. Die Musikwirtschaft verlor über 50 Prozent ihres Umsatzes. 

Was neben dem Umsatzverlust für die Kulturschaffenden noch viel schlimmer wirkt, ist die fehlende Würdigung ihrer Bedeutung für die Gesellschaft. Den meisten Menschen fehlen die Bühnen, die Säle, die Hallen, in denen Kunst und Kultur präsentiert werden. Was passiert mit einer Gesellschaft, deren vielbeschworener Kitt wegbröckelt? Selbst Audi-Vorstandschef Markus Duesmann hielt in der “Süddeutschen Zeitung” weitere staatliche Förderungen für Automobilhersteller für nicht angemessen. Die Corona-­Krise nage zwar an den Gewinnen in der Branche, die von der Corona-Pandemie verursachten Einschnitte in der Gastronomie oder der Kultur ­seien jedoch viel schlimmer. “Das tut mir super weh. Das ist tragisch. Tragisch ist nicht, dass wir 10 Prozent weniger Umsatzvolumen haben.” Auch der “Spiegel” befürchtete jüngst, dass sich die Kultur “von dieser Abwertung nicht so schnell erholen” wird. 

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